Gegen SC Riessersee

Löwen Frankfurt beschenken sich mit 5:3-Sieg zum Geburtstag

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Die Frankfurter Löwen, hier Nick Mazzolini und Henning Schroth, jubeln nach dem Sieg.

Frankfurt – Mit einem 5:3 Erfolg über Altmeister SC Riessersee machte sich Eishockey-Zweitligist Löwen Frankfurt das schönste Geburtstagsgeschenk zum fünfjährigen Bestehen. Von Uwe Lange

Leider waren trotz einer großen Freikarten-Aktion nur 4.200 Zuschauer zum Gratulieren erschienen, sahen die Treffer von Stefan Chaput, Kris Sparre, Brett Breitkreuz und Nick Mazzolini (2), die nicht nur symbolisch fünf Kerzen für die Hausherren anzündeten. Unter den Gästen auch Eintracht-Keeper Lukas Hradecky, der seinem derzeit zusehenden finnischen Landmanns Antti Ore im Löwen-Tor nach dessen Kreuzbandverletzung Mut machte.

Auch DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch (Köln) überbrachte dem Lions-Nachfolger seine Glückwünsche, der kurzfristig wieder die Erstklassigkeit anstrebt. Dies dürfte jedoch nur schwer zu realisieren sein, da aktuell nur fünf Clubs der Zweiten Liga die Bedingungen zum Aufstieg nach der Saison 2017/18 erfüllen wollen, ein sechster noch bis zum 31.3.2016 gefunden werden muss. So soll bislang nur Bremerhaven die notwendige Bürgschaft erbracht haben, die als ein Muss für Eintritt in die Bel Etage des Eishockeys gilt. Würde die vorgegebene Bewerber-Zahl sechs jedoch unterschritten, verschöbe sich das komplette Procedere um eine weitere Saison. Im Spiel zweier verletzungsgeplagter Teams setzte Löwen-Coach Tim Kehler auf eine kontrollierte Offensive, wollte der individuellen Klasse der Garmischer begegnen, die in der ersten Begegnung vor drei Monaten bei der 2:4-Niederlage den Unterschied ausmachte.

Mehr Durchschlagskraft

Mit Nick Mazzolini und Nils Liesegang kehrten dafür zwei Leistungsträger in den Kader zurück, die dem oft strauchelnden Angriff der Frankfurter mehr Durchschlagskraft verleihen sollten. Das Tor der Löwen hütete Nachwuchs-Goalie Henning Schroth für den verletzten Antti Ore und machte seine Sache gut, wie ihm später auch sein kanadischer Trainer bescheinigte. „Zwei Spiele von Henning, zwei Siege. Er ist ein ausgesprochener Mannschaftspieler, auf den wir uns absolut verlassen können.“

Im ereignisarmen Eröffnungsdrittel, das die Löwen klar dominierten, war nur der Treffer von Stefan Chaput (10. Minute) das Highlight, als der Franko-Kanadier eine der vielen Torschüsse verwertete. Garmisch wurde ob des knappen Resultats mutiger, belohnte sich im zweiten Abschnitt doppelt, während die Löwen schwächelten, einzig Kris Sparre mit einer Direktabnahme zum 2:1 (30.) glänzte. Am Ende hatten die Löwen mehr Kraft und Kondition, die Daueroffensive der Frankfurter traf auf zunehmend müder werdende Gäste aus dem Werdenfelser Land. US-Boy Nick Mazzolini mit einem Doppelschlag binnen 124 Sekunden wurde zum gefeierten Matchwinner, besonders sein Kracher zum 4:3 riss das Publikum von den Sitzen. Der Publikumsliebling hievte damit seine Löwen auf Rang drei des Klassements.

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