Saisonstart in einer Woche:

Löwen: Zum Auftakt gegen den Erzrivalen aus Kassel

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Auch wenn Nils Liesegang hier Jon Rheault davonfährt: Das Freundschaftsspiel gegen die Adler Mannheim am vergangenen Samstag ging mit 0:7 verloren. Das soll beim Saisonstart besser werden.

Frankfurt – Mit der Auswärtspartie gegen den Erzrivalen aus Kassel starten die Löwen Frankfurt am 11. September in ihr zweites Jahr in der DEL2 nach dem geglückten Aufstieg im April 2014. Von Uwe Lange

„Die zweite Saison ist für einen Aufsteiger oft die schwerste“ wissen viele Eishockey-Experten rund um den Ratsweg und warnen vor zu hohen Erwartungen an das mit acht Akteuren erneuerte Team von Trainer Tim Kehler. Der hatte die Euphorie selbst angeheizt, als er bei der Saisonabschluss-Party die Losung „nächstes Jahr will ich mit dem Meisterpokal hier auf der Bühne stehen“ ausgab und die stets zahlreichen Fans am Main damit zusätzlich motivierte.

Namhafte Akteure wurden verpflichtet

Um den aufkommenden Erwartungen standzuhalten, die auch durch Platz vier und dem Erreichen des Halbfinals gegen Bremerhaven in der zurückliegenden Debüt-Saison aufgekommen waren, griff Geschäftsführer Stefan Krämer durch das sechsstellige Plus der Vorsaison in die inzwischen gut gefüllte Schatulle der GmbH.

Namhafte Akteure wie Kris Sparre und Brett Breitkreuz fanden aus der obersten Liga den Weg in die Mainmetropole, andere mit Erstliga-Erfahrung ausgestattete Spieler wie Mike Card und Matt Tomassoni folgten dem Ruf von Manager Rich Chernomaz.

Auch wenn Nils Liesegang hier Jon Rheault davonfährt: Das Freundschaftsspiel gegen die Adler Mannheim am vergangenen Samstag ging mit 0:7 verloren. Das soll beim Saisonstart besser werden.

Da auch der Großteil des erfolgreichen Kaders den Löwen-Käfig nicht verlassen wollte, man Leistungsträger wie Richie Mueller, Nick Mazzolini und Clarke Breitkreuz früh halten konnte, steigt das Verlangen nach einer Wiederholung der letztjährigen Erfolge plus des Sahnehäubchens „Meisterschaft“. Garant für die Fortsetzung der Erfolgsstory soll der finnische Torhüter Antti Ore sein, den das Management erneut für die Löwen begeistern konnte. Der Publikumsliebling konnte am Ende dem lukrativen Gesamtpaket inklusive eigenem Torwart-Trainer nicht widerstehen. Da die Löwen auch für Bryan Hogan, ihrem verletzungsanfälligen Problemkind im Tor, eine Lösung in Italien fanden, stand der Rückkehr des so beliebten Nordlichts nach Frankfurt nichts mehr im Wege.

Experten sehen Löwen auf Augenhöhe mit vier bis fünf weiteren Teams

Coach Tim Kehler, ist mit den Verpflichtungen zufrieden: „Wir haben uns punktuell verstärkt, die Spieler geholt, die zu unserem System passen und attraktives Hockey bieten werden“, sagt der 44-jährige Kanadier. Experten sehen seine Löwen auf Augenhöhe mit vier bis fünf weiteren Teams um die Playoff-Plätze eins bis vier kämpfen, wobei Meister Bietigheim und dessen Finalpartner Bremerhaven wieder oben erwartet werden. Die hessischen Rivalen aus Bad Nauheim und Kassel setzen die Löwen unisono aufs Favoritenschild. „Die werden bestimmt unter den Top-fünf landen“, sagt Petri Kujala, Coach von Bad Nauheim. Seine Mannschaft will durch das Erreichen der Pre-Playoffs frühzeitig die Klasse sichern, will mit dem Abstieg nichts zu tun haben, während die Kassel Huskies die Favoriten ärgern wollen. Betrübt sind alle hessischen Clubs über das wirtschaftlich bedingte Ausscheiden des Traditionsvereins EV Landshut, dessen Lizenz die sportlich abgestiegenen Heilbronner als Nachrücker erhielten.

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