Lockerer Auftakt in die Finalrunde

Löwen-Express überrollt Selber Wölfe

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Der Einstieg ins Torfestival: Frankfurts Frederik Gradl (links) netzt zum 1:0 für die Löwen ein. Selbs Torwart Marko Suvelo ist machtlos.

Frankfurt - Einen gelungenen Start in die Aufstiegsrunde zur DEL2 feierten die Frankfurter Löwen. Beim 6:0-Sieg gegen die Selber Wölfe verbuchte das Team von Trainer Tim Kehler  die ersten drei Punkte auf der Habenseite. Von Uwe Lange

Vor fast begeisterten 5.000 Besuchern, darunter gut 500 stimmgewaltige Fans aus Franken, trugen sich am Freitagabend Frederik Gradl, Norman Martens, Pascal Schoofs, Marc Schaub, Nils Liesegang und Clarke Breitkreuz  in die Torschützenliste ein. Vor dem Match gegen den Südmeister war bereits klar, dass am Ratsweg eine beeindruckende Serie enden würde, entweder die der Wölfe, die seit 17 Spielen unbesiegt waren oder die des Heimteams, das 48 Erfolge vorzuweisen hatte. Frankfurt konnte bis auf den einmalig gesperrten Stürmer Richard Mueller  seine Bestbesetzung aufbieten, während die Lions-Torwartlegende Ian Gordon  (38) von der Tribüne aus das Geschehen verfolgte und seinen jungen Nachfolgern die Daumen drückte.

Selbs Torwart musste nach 50 Minuten raus

Löwen-Coach Kehler hatte vor dem Spiel die Selber Gäste als „einen ernstzunehmenden Gegner für meine Jungs“ eingestuft, denn der Meister der Oberliga-Süd, auswärts seit Dezember 2013 ungeschlagen, hatte dabei auch die südinternen Playoffs ohne Niederlage überstanden. „Ihre erste Reihe ist überragend, die zeichnen für die Meisten der Tore verantwortlich“, gab der Löwen-Bändiger seine Bewertung aus den Scouting-Touren preis. Die Ankündigung vor dem Match, dass seine Cracks mit hohem Tempo und einer sehr aggressiven Spielweise das vom Deutsch-Finnen Suvelo gehütete Gästetor berennen würden, machten seine Schützlinge von der ersten Sekunde an wahr. Der brachte die Angreifer zwar mit einigen tollen Paraden zur Verzweiflung, war aber auf Dauer gegen den permanenten Beschuss der hochmotivierten Frankfurter machtlos, schied nach 50 Minuten erschöpft aus.

Löwen erobern die Tabellenspitze

Tim Kehler sah seine Taktik-Vorgabe richtig umgesetzt: „Das zweite Drittel brachte die Entscheidung, als Selb unser Tempo nicht mehr mitgehen konnte, wir mit einem Doppelschlag auf 4:0 entscheidend davonzogen.“ Die Löwen setzten sich mit Saison-Sieg Nummer 49 sofort wieder an die Tabellenspitze der Aufstiegsrunde, dicht gefolgt vom Zweitligisten aus Crimmitschau und den Kassel Huskies. Am heutigen Sonntag geht es um 18 Uhr für die Frankfurter zu den Freiburger Wölfen, die als Vize-Meister der Südgruppe die Runde abschlossen.

Kehler warnt vor Freiburg

Auch hier hebt der Löwen-Dompteur warnend den Zeigefinger: „Der Zweite aus dem Süden verfügt über eine junge und talentierte Mannschaft, die läuferisch und kämpferisch immer alles gibt. Wer Freiburg – besonders zuhause - unterschätzt, wird sein blaues Wunder erleben.“ Die Löwen werden dabei von einer großen Anzahl eigener Fans begleitet, die mit einigen Bussen und vielen Privat-Pkw den Trip in den Süden mitmachen. Die wollen das perfekte Wochenende ihrer Lieblinge mit sechs Punkten und Jubiläumssieg Nr. 50 feiern, bevor am kommenden Freitag (19.30 Uhr, Ratsweg) der Erzrivale aus Kassel zum „Spiel der Spiele“ erscheinen wird.

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