Wer löst die Johannes-Situation?

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Hoffnungsträger Konstantin Klein für die Frankfurt Skyliners

Frankfurt – Die Basketballer der Fraport-Skyliners starten am kommenden Mittwoch, 3. Oktober, in die neue Bundesliga-Saison. Von Norman Körtge

Eine gute Nachricht vorneweg: Die Frankfurt Skyliners sind am frühen Mittwochmorgen aus ihrem Trainingslager zurück gekehrt – und niemand hat sich verletzt. Das freute vor der am kommenden Mittwoch, 3. Oktober, beginnenden Saison vor allem Trainer Muli Katzurin. Denn beim Saisonstart im vergangenen Jahr musste er auf wichtige Spieler wie Jimmy McKinney und Jermareo Davidson verletzungsbedingt verzichten.

Doch die Ausgangslage wenige Tage vor dem Auftaktspiel in Ludwigsburg ist dennoch nicht optimal. Einer der Gründe dafür ist die Johannes-Situation, wie Skyliners-Geschäftsführer Gunnar Wöbke das vor wenigen Tagen bekannt gegebene Karriereende von Johannes „Joe“ Herber bezeichnete. „Mit Joe haben wir einen unserer Anführer auf- und abseits des Feldes verloren. Durch die neue Situation müssen wir einige Dinge anders angehen, als ursprünglich geplant“, sagt er bei der Saisonauftakt-Pressekonferenz am Mittwoch. So werden die Skyliners schon zu diesem Zeitpunkt einen sechsten Ausländer verpflichten müssen. Außerdem sind die Skyliners noch auf der Suche nach einem möglichst jungen deutschen Spieler.

Dass junge deutsche Spieler in Frankfurt gute Chancen haben sich weiterzuentwickeln, würden etwa Johannes Voigtmann, Danilo Barthel und Konstantin Klein unter Beweis stellen. „Sie haben einen Fuß in der Tür. Jetzt müssen sie mit dem anderen Fuß die Tür auftreten“, sagte Sportdirektor Kamil Novak. Diesen Schritt, auch wenn er schwer ist, möchte Klein auch gehen. „Ich habe in der Vorbereitung schon viele Spielminuten bekommen. Ich weiß, was von mir erwartet wird“, sagt der 21-Jährige, der richtig Gas geben will.

Dass hat auch Mannschaftskapitän Marius Nolte im Trainingslager festgestellt. Das Karriereende von Jo Herber schmerze ihn auch. Aber: „Die Stimmung im Team ist gut. Es ist eine gute Truppe und alle sind bereit alles zu geben“, berichtet Nolte. Und gerade dies wecke in ihm die Lust auf die neue Saison. Am Donnerstagabend zeigten die Skyliners das auf dem Platz. In einem Benefizspiel zugunsten der Hans-Toma-Schule in Oberursel besiegten die Frankfurter Würzburg mit 69:56.

Ein Saisonziel wollte Gunnar Wöbke noch nicht vorgeben. Es gebe noch extrem viele Fragezeichen beim Kader. Bekannt gegeben wurde am Mittwoch lediglich: Jonathon Jones bleibt bei den Skyliners, Anthony Jones bekommt hingegen keinen neuen Vertrag.

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