Auch der Nachwuchs ist erfolgreich

Jugend der Rhein-Main Baskets kämpft um Deutsche Meisterschaft

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Lisa Janko (links) wird von einer Gegenspielerin heftig bedrängt. Werfen? Passen? Oder ein Foul provozieren? Am Wochenende gilt es genau wie in dieser Szene, die richtige Entscheidung zu treffen. Schließlich geht’s um die deutsche Meisterschaft.

Hofheim/Langen – Die U17 der Rhein-Main Baskets spielt am Wochenende um die deutsche Meisterschaft. Nach einer erfolgreichen Bundesliga-Saison marschierten die jungen Basketballerinnen durch die Play-offs. Leistungsträgerin Lisa Janko spricht im Interview über die Stärken des Teams und persönliche Ziele.

Im gesamten Saisonverlauf haben die Baskets nur zwei Spiele verloren. Hätten Sie diesen Erfolg der Mannschaft zugetraut?

Die Teilnahme am Finalturnier war von Anfang an unser Ziel, wir haben die Saison über darauf hingearbeitet. Dass wir es jetzt aber wirklich so weit geschafft haben, macht uns alle stolz. Ohne Niederlage durch beide Playoff-Runden kommen ist wirklich bemerkenswert.

Was zeichnet das Team aus?

Wir sind sowohl auf, als auch abseits des Spielfelds eine Einheit. Außerdem zeichnet uns aus, dass wir nie aufhören zu kämpfen. Auch wenn es mal nicht gut läuft, halten wir als Team zusammen und ziehen uns gegenseitig aus dem Tief.

Wie stehen die Chancen im Finalturnier?

Ich denke gerade bei so einem Turnier ist alles möglich und man kann überhaupt nichts vorhersagen. Da wird vor allem die Tagesform und die Einstellung der Teams entscheidend sein. Jetzt, wo wir das Finale erreicht haben, wollen wir natürlich auch Deutscher Meister werden.

Was sind Ihre nächsten Ziele mit den Baskets? Der Sprung in das zuletzt so erfolgreiche Damenteam?

Ich hoffe, dass sich uns wieder die Möglichkeit bietet, mit den Baskets II in der Zweiten Bundesliga zu spielen. Ich denke, diese Liga ist momentan der beste Platz für mich, um Bundesligaerfahrung zu sammeln und mich weiterzuentwickeln. Natürlich möchte ich auch mal den Sprung in die Erstliga-Mannschaft schaffen. Dort habe ich bereits diese Saison mittrainiert und konnte mich so an das hohe Niveau herantasten. Momentan bin ich in der Zweiten Bundesliga am besten aufgehoben.

Die Saison mit der zweiten Mannschaft endete allerdings mit dem Abstieg. Welche Eindrücke nehmen Sie aus dieser Spielzeit mit?

Trotz des ausbleibenden sportlichen Erfolgs habe ich in der vergangenen Saison sehr viel lernen können. Die Spiele auf hohem Niveau gegen sehr starke Gegner haben mich einen großen Schritt nach vorne gebracht. Die Saison war eine bisher einmalige Erfahrung für mich, und ich denke gerne an sie zurück, weil sie trotz allem sehr viel Spaß gemacht hat.

Wie sehen die Perspektiven im Nationalteam aus?

Mein großes Ziel ist die Teilnahme an der Europameisterschaft im Sommer mit der U18. Ein Traum von mir ist es, irgendwann auch mal den Sprung in den A-Kader zu schaffen, und dort gemeinsam mit meinen großen Rhein-Main Baskets-Vorbildern Svenja Greunke und Steffi Wagner zu spielen.

Wie schaffen Sie es, die Doppelbelastung Schule und Leistungssport zu meistern?

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Mit Disziplin, guter Organisation und der Unterstützung meiner Eltern. Ich möchte im Sport und in der Schule erfolgreich sein, deshalb darf das eine nicht unter dem anderen leiden. Natürlich muss man da auch Abstriche machen. Aber ich will es ja so. Wer erfolgreich sein will, muss eben auch hart dafür arbeiten.

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