Nach Spielabbruch gegen Kaiserslautern

Lilien mit Vorteil gegen St. Pauli

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Der Offensiv-Motor lief am Mittwoch gegen Kaiserslautern noch nicht richtig rund: Die einzige nennenswerte Lilien-Chance hatte Peter Niemeyer (Mitte) auf dem Fuß.

Darmstadt – Es hätte ein wegweisendes Spiel und der Anfang vom Aufschwung für den SV Darmstadt 98 werden sollen. Doch aus einem Befreiungsschlag am Mittwochabend gegen den 1. FC Kaiserslautern wurde nichts.

Nach dem Abbruch zur Halbzeitpause – FCK-Trainer Jeff Strasser hatte über Herzprobleme geklagt und war ins Krankenhaus eingeliefert worden – ist man am Böllenfalltor nicht schlauer geworden, wo die Mannschaft steht. Denn in den 45 Minuten, die der Drittletzte gegen das Schlusslicht der 2. Bundesliga absolvierte, passierte fast nichts. 0:0 stand es nach einer Hälfte, in der auch keins der Teams einen Treffer verdient gehabt hätte. Mehr als eine Chance durch Peter Niemeyer, der nach einem Freistoß aus kurzer Distanz versemmelte, brachten die Südhessen gegen das Schlusslicht nicht zustande. Allerdings ließen die Lilien im zweiten Spiel unter Rückkehrer-Coach Dirk Schuster auch keinerlei Gefahr vor dem eigenen Tor zu. Ein Schritt gen Schuster-Fußball, der zunächst über gute Arbeit gegen den Ball und eine sattelfeste Defensive geht? Am heutigen Sonntag dürfte man mehr sagen können.

Dann steht für die Darmstädter um 13.30 Uhr das nächste wichtige Spiel um den Klassenerhalt an. Beim FC St. Pauli, der sich unter der Woche noch die Dienste von Bochums Stürmer Dimitrios Diamantakos sicherte, treten die Südhessen vor ausverkauftem Gästeblock und mit gutem Gefühl des 3:0-Hinspiel-Siegs an. Zudem könnte der Kraftvorteil eine Rolle spielen: Während sich die 98er am Mittwochabend in 45 Minuten nicht kaputtmachten, musste St. Pauli noch am Donnerstagabend 90 Minuten lang bei Dynamo Dresden ran.

Wer aber trägt bei den Lilien dazu bei, den Auswärtssieg nahe der Reeperbahn einzufahren? Viel deutet darauf hin, dass Coach Schuster auf dieselbe Startelf setzt wie beim Abbruch gegen den FCK. Hieße auch: In Innenverteidiger Romain Brégerie, Sechser Slobodan Medojevic und Linksaußen Joevin Jones könnten drei der vier Winterzugänge beginnen. Gegen Kaiserslautern hinterließen alle einen ordentlichen Eindruck. Dribbler Baris Atik kam noch nicht zum Einsatz.

Kurz vor Ende des Transferfensters haben die Lilien noch einmal zugeschlagen und den südkoreanischen Nationalspieler Dong-Won Ji bis Saisonende vom FC Augsburg ausgeliehen. Für Augsburg absolvierte der 26-Jährige 109 Pflichtspiele, davon 99 in der Bundesliga. Auch in der Europa League und im DFB-Pokal kam Ji zum Einsatz. (jd)

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