Klassenerhalt führt über die Abwehr

Letzter Test für Frankfurter Löwen vor neuer Saison

+
Auf Hilfe von oben muss der neue Löwen-Torwart Bryan Hogan gar nicht setzen. Die Löwen-Abwehr wurde personell aufgerüstet.

Frankfurt – Voller Vorfreude erwarten die Eishockey-Fans den Start der Zweiten Liga in der kommenden Woche. Der DEL2-Aufsteiger Löwen Frankfurt lässt keine Chance aus, um seine Anhänger rechtzeitig auf die neue Saison einzustimmen. Von Uwe Lange

So folgten fast 600 Löwen-Fans der Einladung zum Kennenlernen des neuen Teams und trafen sich mit den Löwen-Kufencracks im Kinopolis zur stimmungsvollen Präsentation der Mannschaft von Erfolgs-Trainer Tim Kehler. Der durfte zufrieden seine 20 Akteure ankündigen, die ihm der Sportdirektor des Zweitliga-Neulings Rich Chernomaz zur Verfügung stellt. „Ich bin mit meinem Kader sehr glücklich, wir haben uns die Spieler geholt, die zu unserem System passen und attraktives Hockey bieten sollen“, sagte der 43-jährige Kanadier. Ihm assistiert der letztjährige Torjäger Chris Stanley (35), der das Trikot mit dem Löwen-Kopf für einen Anzug tauschte: „Von Tim kann ich viel lernen, zumal wir beide dieselbe Philosophie pflegen. Er macht ein großartiges Training, ist ein Taktik-Fuchs und ein harter Arbeiter“, sagt Stanley nach seinem Wechsel.

Harmonie im Trainingslager

Lesen Sie dazu auch:

Keiner kennt die Frankfurter Löwen besser als er

Frankfurter im Dauerlauf nach Belgien

„Das war der Hammer“

Schon im Trainingslager in Nürnberg war die große Harmonie des Teams zu erkennen, zumal die neuen Akteure problemlos in die Erfolgstruppe integriert wurden. Im Tor konnte der US-Amerikaner Bryan Hogan, der DEL2 „Torhüter-des-Jahres“ an den Main gelockt werden, der am vergangenen Wochenende beim Vorbereitungsspiel in Mannheim seine Fangkünste trotz des 3:5 eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Dabei wollten 10.500 Zuschauer das Duell der ewigen Rivalen verfolgen, unter ihnen fast 2.000 Fans aus der Mainmetropole. Vor Hogan stehen die beiden neuen Verteidiger Patrik Vogl und Henry Martens (beide zuletzt Bietigheim), die mit über 1,90 Meter Größe zeigen. Sportdirektor Chernomaz weiß warum: „Als Aufsteiger wollen wir zunächst die Klasse halten, das geht nur über eine kompakte Defensive und einen überragenden Goalie.“ Dazu gesellt sich mit dem Ex-Dresdner Thomas Ziolkowski ein stabiler Abwehrrecke, der zuverlässig und solide seinen Part abwickelt, durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist.

Jugend spielt eine tragende Rolle

Der Sturm der Löwen bekam nur punktuelle Veränderungen: Kyle Ostrow, ein flexibler Angreifer mit Torjägerqualitäten, wechselte nach Hessen und führt den ersten Sturm der Löwen an. Einen zweiten Vollstrecker suchen die Frankfurter nach dem Aus des bereits verpflichteten Taylor Carnevale noch, den man „aus gesundheitlichen Gründen“ dann aber nicht lizenzierte. Auch die Jugend spielt im Konzept der Löwen eine tragende Rolle, denn mit der Verpflichtung des jungen Hünen Dennis Reimer (21) aus Bad Nauheim, des Krefelders Lukas Gärtner (19), sowie Henning Schroth (22) als zweiten Torhüter, bauen die Frankfurter auf

„entwicklungsfähige Perspektivspieler“, wie Chernomaz seine Neuzugänge beschreibt. Am morgigen Sonntag um 16 Uhr können die Fans die Einschätzungen des Sport-Direktors vor Ort prüfen, wenn der EC Bad Nauheim zum letzten Testspiel am Ratsweg in Frankfurt antreten wird und beide Teams beweisen werden, weshalb es im Eishockey keine „Freundschaftsspiele“ gibt.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare