Kult-Radrennen peilt Teilnahmerekord an

"Rund um den Finanzplatz": Radprofis müssen nun viermal über den Berg

+
Da fällt der Tritt in die Pedale gleich deutlich schwerer: Im vergangenen Jahr führte noch Fabian Wegmann (links) die Gruppe am Mammolshainer Berg an. Tony Martin (rechts) ist die Anstrengung anzusehen.

Frankfurt – Der Klassiker geht wieder an der Frankfurter Alten Oper an den Start. Zum 52. Mal treten Spitzensportler und Amateure beim Radrennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ an. Insgesamt 17 Wettbewerbe werden am 1. Mai ausgetragen. Von Dirk Beutel

Nur diesmal haben sich die Veranstalter eine besondere Neuheit ausgedacht: Erstmals müssen die Profis viermal den Mammolshainer Stich überwinden.

Der 18. März ist für Bernd Moos-Achenbach in diesem Jahr ein besonderes Datum. Zum einen wäre an diesem Tag sein Vater Hermann Moos 88 Jahre alt geworden. Zum anderen, weil dies der Termin für die Pressekonferenz für die 52. Auflage des Kult-Radrennens „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ war. Und bei der verkündete der Organisator gleich mal eine ganz besondere Neuheit: Die Radelite muss viermal die Schleife durch den Taunus fahren, um sich über den knackigen Mammolshainer Stich mit seinen 26 Prozent Steigung zu quälen. Die Bergetappe gehört zu den Höhepunkten des Rennens: „Die Idee hat uns von Anfang an begeistert. Dort warten mehr als 10.000 Fans auf die Weltklassefahrer, um sie anzufeuern“, sagt Moos-Achenbach.

Erweiterung des Taunus-Teams

Ebenfalls neu: Die Stadt Bad Homburg schließt sich dem Team Taunus an, dem bereits Eschborn, Sulzbach, Oberursel und Schwalbach angehören. Dort wird in diesem Jahr die Sprintwertung für die Elite, die U23, die Junioren und die 104-Kilometer Strecke der Velotour auf der Kaiser-Friedrich-Promenade sein.

Unter dem Teilnehmerfeld der Radprofis finden sich Zeitfahrweltmeister und Vorjahres-Vierter Tony Martin und John Degenkolb, der das Rennen 2011 für sich entscheiden konnte und im vergangenen Jahr fünf Etappen bei der Spanien-Rundfahrt gewonnen hat. Zwei Lokalmatadoren über deren Zusage sich Moss-Achenbach besonders freut und hofft, dass sich beide bis zur Ziellinie einen spannenden Zweikampf liefern werden. Bislang haben 22 Profi-Teams zugesagt, darunter neun Mannschaften aus der World-Tour, acht Pro-Continental und fünf Continental-Mannschaften.

Grenze von 5000 Teilnehmern sprengen

Lesen Sie auch:

Wegmann und Greipel wollen Degenkolb die Tour vermasseln

Sogar der Feldberg geht beim Radrennen wieder an den Start

Über diesen Berg müssen Radfahrer in Eppstein kommen

Auch von der Velotour erhofft sich der Veranstalter aus Sulzbach einiges: „Die Resonanz ist gut. Wir wollen einen neuen Rekord und die Grenze von 5000 Teilnehmern sprengen.“ Bis jetzt haben sich 2300 Fahrer angemeldet. Darunter findet sich Hessens Innenminister Boris Rhein, der im vergangenen Jahr erstmals als Fahrer dabei war. Er hat bereits angekündigt, wieder beim Jedermann-Rennen mitzumachen: „Auf alle Fälle will ich die 70- Kilometer-Etappe schaffen. Mehr traue ich mir noch nicht zu.“

Wer sich noch anmelden möchte, bekommt Informationen unter www.eschborn-frankfurt.de.

Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft beim Fahrrad-Ausflug

Hier radelt Deutschland ins Viertelfinale

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare