Kopf hoch und bereit machen für Dortmund

Auch artistische Einlagen, wie hier von Filip Kostic, halfen nichts. Die SGE ging Donnerstag 0:3 baden. Foto: Jan Hübner

Die Serie ist gerissen. 15 Spiele war die SGE bei europäischen Heimspielen ungeschlagen. Jetzt die 0:3-Pleite gegen Arsenal London. Aber das Ergebnis klingt schlimmer, als es war. Von Manfred Schäfer

Frankfurt – Eintracht 2019/20 gleich Chancentod. Mit dem Abgang der Büffelherde (Rebic, Jovic, Haller) hat Eintracht die Effektivität der vergangenen Saison verloren. Die neuen Stürmer brauchen noch Zeit, weiß auch Trainer Adi Hütter: „Das Ergebnis und die Leistung passen nicht zusammen. Wir haben uns unglaublich viele Torchancen herausgearbeitet. Wir müssen diese Möglichkeiten aber auch nutzen. Daran werden wir arbeiten.“

Der neue Stürmer Bas Dost spielte erstmals von Beginn an, vergab aber auch einige dicke Dinger. Dost selbstkritisch: „Sie haben das letzte Saison überragend gemacht. Vorm Tor bin ich normalerweise tödlich. Aber mir fehlt noch die Spritzigkeit, das nervt.“ Die fehlt auch Neuzugang Djibril Sow. Der Schweizer macht derzeit noch viele Fehler. Auch bei seinem zweiten Startelfeinsatz hatte er einige dicke Patzer drin. Er gibt zu: „Ich habe drei Monate kaum gespielt. Da fehlt mir noch der Spielrhythmus. Da muss ich erst wieder reinkommen. Da passieren halt noch Fehler. Aber ich bin auch jung und ich kann noch dazu lernen.“ Mit Hilfe der Mitspieler steigerte er sich aber in der zweiten Hälfte: „Ich bin froh, dass der Trainer mir die Chance gibt zu spielen und die Mitspieler helfen mir auch. Ich bin sicher, mit den tollen Fans werde ich mich von Spiel zu Spiel steigern.“ Sein Blick geht jetzt aber auch schon nach vorne zum nächsten Kracher. Am Sonntag (18 Uhr) kommt Borussia Dortmund in die Commerzbank Arena: „Am Sonntag geht’s schon weiter. Wir müssen den Kopf oben halten und weiter machen. Es war toll, wie uns die Fans trotz des 0:3 gefeiert haben. Das hilft auch. Ich hoffe, wenn ich gegen Dortmund spiele, dass es dann noch besser wird.“

Trainer Adi Hütter muss seine Jungs jetzt bis zum Sonntag wieder aufrichten: „Ergebnis und Leistung passen für mich überhaupt nicht zusammen. Wir hatten viele Tormöglichkeiten, sind an einem sehr guten Torwart gescheitert, Arsenal hat natürlich viel Qualität.“

Neuzugang Bas Dost setzt auch gegen Dortmund auf die Fans. „Die Stimmung hier ist richtig geil. Aber was mich am meisten gefreut hat, war am Ende des Spiels. Du verlierst das Spiel mit 3:0 und das habe ich noch nie erlebt, dass du nach so einer Niederlage von den Fans gefeiert wirst. Sie werden uns auch gegen Dortmund helfen.“

Hütter weiß, dass es in den nächsten Wochen nicht einfach wird: „Die Erwartungshaltung ist natürlich sehr hoch. Aber wir haben viele neue Spieler. Das muss sich alles erst einspielen.“

Sportdirektor Bruno Hübner trauert den vergebenen Chancen nach: „Es ist schade. Ich glaube, dass es am Sonntag schon wieder ein ganz anderes Spiel wird gegen Dortmund. Natürlich haben sie auch hohe individuelle Klasse, aber wir werden ein gutes Ergebnis erzielen.“

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