Konzentriert, aber ohne Fans

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Für Armin Veh gehört Pirmin Schwegler zu den wichtigsten Spielern. Hier setzt er sich im Hinspiel beim 3:1-Heimsieg gegen Union durch.

Frankfurt – Für Eintracht-Trainer Armin Veh werden am Montag in Berlin beim Auswärtsspiel gegen Union die Weichen gestellt: Es gilt konzentriert zu bleiben und den jetzigen Vorsprung vor den Konkurrenten zu halten. Und da hat er in der vergangenen Woche Bedenken geäußert. Von Axel Grysczyk

Das Signal Vehs ist eindeutig: Die Konzentration hoch halten, ernsthaft arbeiten und sich nicht ablenken lassen. Um dies sicherzustellen, hat der Trainer zu Beginn der vergangenen Woche durchaus anspruchsvoller trainieren lassen. Den Journalisten erklärte er eindringlich, dass er nichts davon hält, sein Team bereits zum Aufstieg zu schreiben. Und Ablenkungen von außerhalb werde es in der Schlussphase der Meisterschaft nicht mehr geben. So seien beispielsweise Homestorys über Spieler passé.

Gegen das heimstarke Union-Team hat es in Berlin immer knappe Spiele gegeben. Das weiß Veh und er warnt davor, dass der Gegner nichts mehr verlieren zu habe. Von einem klaren Sieg wie zuletzt beim 3:0-Sieg gegen Dynamo Dresden und dem 5:1 in Rostock oder dem 6:1 unter der Woche gegen die TSG Neu-Isenburg geht der Coach nicht aus. Vielmehr setzt er auf konzentrierte Arbeit: Die von Pirmin Schwegler – der vom FC Basel umworben wird – als Abräumer vor der Abwehr oder Erwin Hoffer als Arbeitsbiene im Sturm. Aber auch auf den wieder genesenen und von Spiel zu Spiel besser werdenden Mo Idrissou genauso wie auf die Winter-Neuzugänge Martin Amedick und Heiko Butscher. Die sitzen zwar auf der Bank, aber Veh geht davon aus, dass sie in der Schlussphase der Saison noch zu ihren Einsätzen kommen und der Mannschaft helfen werden.

Gar nicht zum Einsatz kommen am Montag ab 20.15 Uhr in Berlin die Fans von Eintracht Frankfurt. Der DFB hat die Eintracht-Anhänger ausgeschlossen. Grund für das Urteil sind die Vorkommnisse während des Zweitligaspiels bei Fortuna Düsseldorf. Das Spiel hatte mit fünf Minuten Verspätung begonnen, weil beim Einlaufen der Teams im Frankfurter Zuschauerblock mehrere Rauchbomben und Feuerwerkskörper gezündet und auf das Spielfeld geworfen worden waren. Aus der SGE-Ecke wurden in der Nachspielzeit zudem Böller und Raketen aufs Spielfeld geschossen.

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