Konstant inkonstant: Das war die Saison der Skyliners

Mit Leon Kratzer kam eines der größten deutschen Center-Talente zu den Skyliners. Foto: Hübner

Große Erwartungen, konstante Inkonstanz und am Ende doch noch einige Happy Ends – die Saison 2018/2019 war für die Fraport Skyliners und ihre Fans gespickt mit vielen Höhen und Tiefen.

Frankfurt – Da schluckten selbst die optimistischen Fans der Fraport Skyliners. Bei der Pressekonferenz zum Saisonauftakt verkündete Headcoach Gordon Herbert die Ziele des Teams: Platz vier am Ende der Hauptrunde und somit Heimrecht in den Playoffs, Einzug in die zweite Runde des europäischen Wettbewerbs EuroCup und der Gewinn des deutschen Pokals.

Was den charismatischen Kanadier zu diesen ambitionierten Zielen veranlasste, war ein Sommer mit hochkarätigen Verpflichtungen: Quantez Robertson, seit neun Jahren Herz und Seele der Frankfurter Basketballer, wurde gehalten. Mit Jason Clark, Brady Heslip und Erik Murphy folgten namhafte Spieler, die im europäischen Basketball bereits Fußabdrücke hinterlassen hatten.

Und der Start in die Saison verlief verheißungsvoll. Zwar ging das erste Spiel in Ludwigsburg knapp verloren, doch es folgte der Sieg gegen die mit Stars gespickte Mannschaft aus Turin im EuroCup sowie der Heimsieg gegen Ulm im Pokalachtelfinale. Was danach kam, kann bestenfalls als konstant inkonstant beschrieben werden. Immer wieder zeigte man auf europäischer Bühne tolle Spiele und erreichte das erste Saisonziel, den Einzug in die zweite Runde, vorzeitig. Doch in der nationalen Liga tat sich das Team schwer. Vor allem die Defensive zeigte nicht den nötigen Biss. Als dann auch noch zahlreiche Verletzungen den Rhythmus störten, wurden Konsequenzen gezogen. Heslip und Murphy mussten das Team verlassen. Mit Leon Kratzer kam eines der größten deutschen Center-Talente. Und Mitte Januar gelang mit der Verpflichtung von Aufbauspieler Tyler Larson ein Coup.

Doch für den Einzug ins Pokalfinale kamen die Veränderungen zu spät. Im Halbfinale war gegen den Favoriten aus Berlin Schluss. Auch europäisch musste man in der zweiten Runde den vielen Verletzungen Tribut zollen. Höhepunkte gab es dennoch. Allen voran der 75:74-Heimsieg gegen Oldenburg wird in Erinnerung bleiben. Mit Ablauf der Spieluhr trifft Quantez Robertson den entscheidenden Wurf. Die Jubelbilder wurden deutschlandweit als Sinnbild für Emotionen im Basketball ausgestrahlt.

Der Aufwärtstrend war nach einem Trainingslager auf Mallorca spür- und sichtbar. Und so hatte Frankfurt am Ende einer holprigen Saison sogar noch die Chance auf den Playoffeinzug. Auch wenn der am Ende nicht gelang, war das letzte Saisonspiel noch ein ganz besonderes. Im traditionellen Hessenderby gelang der Sieg in den letzten Sekunden und so wurde das Team unter tosendem Applaus als Hessenmeister und Tabellenelfter von den Fans verabschiedet.

Und der Blick richtet sich schon wieder nach vorne. Star des Teams, Quantez Robertson, wurde um zwei weitere Jahre verpflichtet. An der Seitenlinie gab es eine gravierende Veränderung: Während Gordon Herbert ein Jahr mit der kanadischen Nationalmannschaft arbeiten wird, übernimmt mit Sebastian Gleim ein junger, talentierter Trainer die Headcoach-Position. Richtungsweisende Neuerungen, die auf einen spannenden Sommer und eine interessante Saison 2019/2020 hinweisen. red

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare