Dritte Liga startet

Darmstadt 98: Nur die Abwehr ist reif für Liga drei

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Hintere Reihe von links: Fitnesstrainer Frank Steinmetz, Mannschaftsarzt Dr. Klaus Pöttgen, Sandro Sirigu, Uwe Hesse, Marc Schnier, Marcel Heller, Rudi Hübner, Elton da Costa, Aytac Sulu, Mannschaftsarzt Dr. Michael Weingart. Mittlere Reihe von links: Chef-Trainer Dirk Schuster, Co-Trainer Sascha Franz, Torwarttrainer Dimo Wache, Hanno Behrens, Benjamin Gorka, Dominik Stroh-Engel, Dennis Schmidt, Benjamin Maas, Julian Ratei, Betreuer Helmut "Bubu" Koch, Betreuer Utz Pfeiffer, Physiotherapeut Dirk Schmitt. Vordere Reihe von links: Jerôme Gondorf, Michael Stegmayer, Benjamin Baier, Jan Zimmermann, David Salfeld, Serkan Firat, Nikola Mladenovic, Marco Sailer

Darmstadt – Die Drittliga-Saison steht in den Startlöchern: Am kommenden Wochenende geht’s los. Der SV Darmstadt 98 empfängt am Samstag, 20. Juli, um 14 Uhr Aufsteiger SV 07 Elversberg. Von Jens Dörr

Eigentlich waren die Lilien sportlich abgestiegen. Doch nachdem die Offenbacher Kickers keine Lizenz für Liga drei erhielten, spielen die Lilien nun unverhofft das dritte Jahr in Folge in der dritten Liga. Große Sprünge sind weiterhin nicht drin – es geht erneut um nichts anderes als den Klassenerhalt. Besonders der Abgang von Spielgestalter Danny Latza (zum VfL Bochum) und das Karriereende von Angreifer Preston Zimmerman schmerzen. Die Neuzugänge mit Stürmer Marco Sailer (1. FC Heidenheim), Dominik Stroh-Engel (SV Wehen Wiesbaden), Dennis Schmidt (Sportfreunde Lotte), der Mittelfeldspieler Marcel Heller (Alemannia Aachen) und Jérôme Gondorf (Stuttgarter Kickers) sowie Rechtsverteidigers Sandro Sirigu (1. FC Heidenheim) waren für Darmstädter Verhältnisse namhaft. Man wolle „Qualität statt Quantität“, betonte Chefcoach Dirk Schuster. Tatsächlich wurde der Kader von 27 Spielern auf aktuell 21 – eventuell plus den ein oder anderen weiteren U23-Spieler – reduziert. Skepsis ist ob der letzten Testspiel-Eindrücke jedoch angebracht.

Zentrales Mittelfeld bereitet Sorgen

Zwar blieben Torwart und Abwehr bestehen und wurden rechts hinten mit Sirigu verstärkt. Hier steht Darmstadt drittligatauglich. Das zentrale Mittelfeld macht nach Latzas Weggang und der noch lange währenden Verletzung von Benjamin Baier (Reha nach Knie-OP) aber Sorgen. Gondorf überzeugte in den Tests bisher noch nicht. Das gilt auch für Angreifer Stroh-Engel. Heller und Sailer deuteten bislang am ehesten ihre Fähigkeiten an.

Besonders im Angriff müssen alle Spieler aber noch beweisen, dass sie in der Vorsaison in ihren Vereinen zu Unrecht selten über 90 Minuten spielten. 2012/13 schossen die Südhessen die wenigsten Tore der Liga. Noch scheint das Problem nicht behoben: In den einzigen ernsthaften Tests (0:0 gegen Regionalligist Worms, 0:3 gegen Zweitligist Karlsruher SC) erzielten die Lilien wieder kein Tor und kreierten kaum klare Chance. In der Spieleröffnung aus der Abwehr und im Offensivspiel des Mittelfelds geht es noch zu behäbig zur Sache.

Arbeit an Konkurrenzfähigkeit

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Nach dem 0:3 am Mittwochabend gegen den KSC lobte Schuster die gute Leistung seiner Elf. Mit Sascha Franz (Co-Trainer) und Dimo Wache (Torwarttrainer) arbeitet Schuster sachlich und allürenfrei an der Konkurrenzfähigkeit – eine echte Verstärkung des zentralen Mittelfelds versäumte er aber. „Uns haben einige Wunschspieler abgesagt“, verriet er vor einigen Tagen. Beim OFC wilderten die 98er nicht.

Obwohl die neue Runde wieder Abstiegskampf verheißt, sind die Fans unverdrossen: Der Dauerkartenabsatz des Vorjahres (1200) wird diesmal überboten. Zu den Freundschaftsspielen pilgerten 600 bis 1100 Anhänger.

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