Seine erste Volleyball-Damenmannschaft

Klaus Herrmann ist neuer Trainer in Bad Soden

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Klaus Herrmann, hier noch im Dienst der TuS Kriftel, ist neuer Trainer der Volleyballdamen der TG Bad Soden.

Bad Soden  - Klaus Herrmann  ist Nachfolger für die langjährige Trainerin Elena Kiesling  bei der TG Bad Soden. Es ist die erste Damen-Mannschaft, die er übernimmt. Zuvor trainierte Herrmann die Volleyball-Herren der TuS Kriftel. Von Fabienne Seibel 

Das Team hat in der vergangenen Saison nur knapp den Klassenerhalt geschafft. Wie ist Ihr Eindruck von der Mannschaft?

Die Spielerinnen geben sich selbstbewusst. Man merkt ihnen nicht an, dass sie bis zum Schluss kämpfen mussten. Wenn ich sie trainieren sehe, frage ich mich, warum sie um den Klassenerhalt zittern mussten. Aber auch in so einer Phase lernt man einiges dazu.

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Im vergangenen Jahr haben einige Spielerinnen die Mannschaft verlassen. Wie sieht die Kaderplanung aus?

Die Planung ist noch nicht abgeschlossen. Aktuell versuchen wir, die Lücken mit Jugendspielerinnen zu stopfen und Spielerinnen von auswärts den Volleyball bei uns schmackhaft zu machen. Wir brauchen vor allem noch für die zweite Annahme Außenposition-Spielerinnen.

Auf was legen Sie und ihr Trainerkollege Carlo Wiese  Ihr Augenmerk?

Wir müssen noch etwas an der Technik der Einzelnen feilen. Außerdem ist es wichtig, die jungen Spielerinnen in die Mannschaft einzugliedern. Ein wichtiger Punkt ist sicher auch die Mannschaftstaktik, aber wir können erst Systeme ausklügeln, wenn der volle Kader steht und wir wissen, was zu uns als Team passt und wo unsere Stärken liegen.

Wie wollen Sie vorgehen, damit es für die Mannschaft nicht so knapp wird, wie in der vergangenen Saison?

Wie in vielen anderen Sportarten spielt auch Psychologie eine Rolle. Man muss sich seiner Stärken bewusst sein. Meine bisherige Zeit als Trainer hat gezeigt, dass es häufig wegweisend ist, ob man gut in die Saison startet oder nicht.

Welche Ziele haben Sie sich mit der Mannschaft gesetzt?

Da wir ein eher kleiner Verein mit wenig vorhandenen Ressourcen sind, wäre es utopisch, zu denken, wir könnten die Spitze angreifen. Dennoch ist es gerade deshalb wichtig, sportlich erfolgreich zu sein, weil neben dem Spaß der Erfolg das ist, was wir derzeitigen und zukünftigen Spielerinnen bieten können. Wenig Geld ist leider ein einschränkendes Element. Allerdings haben wir dadurch den Vorteil, dass wir weniger Druck haben als größere Vereine.

Mit der TG Bad Soden trainieren Sie zum ersten Mal eine Damenmannschaft.

Frauen sind Männern zwar körperlich unterlegen, aber Frauen sind beim Volleyball früher in der Lage, auf hohem Niveau zu spielen. Bei Männern geht das nicht so schnell. Im Herrenbereich wird dynamischer gespielt, Frauen bevorzugen dafür den einbeinigen Angriff über Kopf.

Welche Unterschiede müssen Sie also als Trainer machen?

Der Sport bleibt ja der Gleiche und als Trainer muss man sich an die Mannschaft anpassen. Da ist es egal ob Frauen oder Männer. Nur der Umgang neben dem Feld ist ein anderer. Frauen nehmen Tipps oder Kritik anders an als Männer. Und es herrscht ein anderer Ton.

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