Nach Abstieg

Kickers-Präsident Ruhl schließt Rücktritt nicht  aus

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Symbolbild OFC

Offenbach - Präsident Frank Ruhl hat nach dem Insolvenzantrag der Offenbacher Kickers erstmals einen möglichen Rücktritt nicht mehr ausgeschlossen.

Frank Ruhl

"Wenn jemand kommt, der sagt, er macht's besser, dann bin ich jederzeit bereit. Ich bin aber keiner, der wegläuft", sagte der 58-Jährige in einem "Bild"-Interview (Montag). Der mit rund neun Millionen Euro verschuldete Traditionsverein musste in der vergangenen Woche Insolvenz anmelden, nachdem er keine Lizenz für die 3. Liga erhalten hatte. Der OFC hofft nun auf einen Neuanfang in der Fußball-Regionalliga.

Ruhl räumte auch eigene Fehler beim zähen Kampf um die finanzielle Rettung und um die Lizenz für die Kickers ein. "Ich hätte genauer kontrollieren und nachfragen müssen", sagte er. "Dass wir die geforderten zwei Millionen nicht in bar oder als Bürgschaft präsentiert haben, sondern nur als Kreditvertrag, habe ich erst gemerkt, als die Unterlagen schon beim DFB waren." Die Präsident betonte aber auch, wie dramatisch die Situation des hochverschuldeten Clubs gewesen sei: "Wenn wir das Pokalspiel gegen Düsseldorf im Dezember nicht gewonnen hätten, wäre da schon Feierabend gewesen."

dpa

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