Blühender Optimismus: Kickers setzen auf Kontinuität

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So geht der OFC in die Saison 2012/13: (hintere Reihe von links) Physio Dieter Schäfer, Marcel Stadel, Matthias Fetsch, Thomas Rathgeber, Nicolas Feldhahn, Stefano Maier, Lars Bender, Kai Hesse, Stefan Kleineheismann, Maximilian Ahlschwede, Zeugwart Eric Wege; (mittlere Reihe von links) Nino Berndroth (Organisationsleiter der Profi GmbH), Torwart-Trainer Rene Keffel, Co-Trainer Michael Hartmann, Julius Reinhardt, Marc Stein, Markus Husterer, Stefan Vogler, Andre Hahn, Jannik Sommer, Trainer Arie van Lent, Co-Trainer Manfred Binz, Sportkoordinator Ramon Berndroth; (untere Reihe von links) Zeugwart Eugen Wich, Daniel Henrich, Sead Mehic, Christopher Lamprecht, Daniel Endres, Robert Wulnikowski, Yannic Horn, Matthias Schwarz, Marcel Avdic, Daniel Dziwniel, und Physio Kevin Schmidt.

Offenbach – Mit der Partie beim Hallescher FC am 21. Juli starten die Offenbacher Kickers in die Saison der Dritten Bundesliga. Diese Woche stand neben Training und Testspielen auch das Foto-Shooting auf dem Programm. Von Peppi Schmitt

Der Star ist das Stadion: In einem nagelneuen Stadion (20.000 Zuschauer Fassungsvermögen, 25 Millionen Euro Baukosten) wollen die Offenbacher Kickers einen weiteren Anlauf Richtung Zweitklassigkeit unternehmen. Seitdem das Sparda-Bank-Hessen-Stadions fertig ist, haben die Offenbacher wieder eine Heimat, die den Gegnern Respekt und Angst einflößen soll. Es ist ein Stadion englischer Prägung und könnte ähnlichen Kultstatus erlangen wie die alte traditionsreiche Spielstätte.

Ob der OFC allerdings sportlich stark genug sein wird, um sich gegen die Konkurrenz unter anderem aus Rostock, Karlsruhe, Aachen oder Heidenheim durchsetzen zu können, ist offen. Zu den ganz großen Favoriten zählen die Kickers jedenfalls nicht. Was nach den Erfahrungen der letzten Jahre, als viele Hoffnungen enttäuscht worden sind, gar nicht einmal schlecht sein muss. Die Mannschaft wird für die neue Spielzeit nicht entscheidend verändert. Mit Stürmer Mathias Fetsch und Mittelfeldspieler Marcel Reinhardt von Eintracht Braunschweig sowie Mittefeldspieler Marcel Avdic von der Spielvereinigung Unterhaching sind bisher erst drei Neuzugänge perfekt. Dazu wurde als Ergänzung des Kaders Yannick Horn vom Nachbarn Eintracht Frankfurt verpflichtet.

Trainer Arie van Lent und Sportkoordinator Ramon Berndroth setzen seit dem Vorbereitungsstart am 11. Juni vor allem auf Kontinuität, deshalb wurde das Gros der alten Mannschaft gehalten. Vom Stamm der letzten Saison haben nur Spielmacher Elton da Costa, der zum Nachbarn SV Darmstadt 98 wechselt, und Stürmer Pascal Testroet, der schon in der Rückrunde kaum noch eine Rolle gespielt hatte, den Verein verlassen. Schwer wiegt allerdings der Ausfall von Angreifer Kai Hesse, der in der Sommerpause am Knie operiert werden musste und noch einige Wochen zuschauen muss. Verteidiger Christopher Lamprecht wurde bereits zum dritten Mal am Knie operiert und wird in diesem Jahr gar nicht mehr spielen können.

Trotzdem blüht in Offenbach der Optimismus, auch weil die ersten Testspiele durchaus gut verlaufen sind. So hat der OFC gegen Bundesliga-Absteiger Kaiserslautern nur mit 1:2 verloren, dabei lange mit 1:0 geführt. „Es war die richtige Entscheidung, auf Kontinuität zu setzen. Man spürt jetzt schon, dass mit dieser Mannschaft einiges möglich ist“, sagt Sead Mehic, der als Favorit auf das neu zu vergebende Amt des Spielführers gilt.

Der ultimative Test für Stadion und Mannschaft wird am Mittwoch, 18. Juli, um 20 Uhr stattfinden. Dann stellt sich zur Einweihung der neuen Arena Bundesligist Bayer Leverkusen vor. Drei Tage später muss der OFC dann zum ersten Punktspiel beim Aufsteiger Hallescher FC antreten.

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