Offenbach startet mit Heimspiel in die Regionalliga-Rückserie

OFC zurück im Liga-Alltag

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Offenbachs Benjamin Pintol  (links) lässt Mönchengladbachs Nationalspieler Max Kruse stehen. Pintol gehörte zu den auffälligsten Akteuren am Mittwoch und will natürlich auch gegen Freiburg im heutigen Heimspiel Akzente setzen.

Offenbach - Lange Pause, dann der große DFB-Pokal-Abend und jetzt wieder Alltag. Das dürften sich auch einige OFC-Akteure denken, wenn’s heute gegen die „Zweite“ des SC Freiburg geht. Meistern sie weiterhin den Alltag, steht am Ende der Serie der Aufstieg. Von Axel Grysczyk

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Jetzt sind die Offenbacher Kickers die Gejagten

Wenn das Glück, das den Kickers am Mittwoch im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach  fehlte, ihnen heute gegen den SC Freiburg  holt ist, dann dürfte im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg nichts schief gehen. Um 14 Uhr trifft die Truppe von Rico Schmitt daheim auf dem Bieberer Berg  auf die Nachwuchstruppe des Bundesligisten und steigt damit wieder in den Liga-Alltag ein.
Ein bisschen Enttäuschung steckt den OFC-Kickern immer noch in den Knochen. Schließlich waren sie am Mittwoch dicht dran an einer Überraschung. Einzig allein mit der gnadenlosen Effektivität der Borussen konnten die Rot-Weißen nicht mithalten. Ansonsten waren sie ebenbürtig. Und daran müssen sich die Kickers orientieren. Dass sie in der Lage sind, einen Champions-League-Aspiranten in dessen eigener Hälfte unter Druck zu setzen und es dabei schaffen, den erforderlichen läuferischen Aufwand zu stemmen.

Kickers müssen Pokalaus abhaken

Sie sollten sich daran hochziehen, dass sie es als Viertligist schaffen, sich aus brenzligen Situation auch gegen einen Bundesligisten spielerisch zu befreien. Und zu guter Letzt sollte den Kickers bewusst sein, dass ihre Reihen geschlossen stehen, sie ein taktisches System besitzen, das nicht leicht zu knacken ist. Klaus Gjasula  beispielsweise schien als Pendler zwischen den Viererketten am Mittwoch unüberwindbar. „Noch sind wir enttäuscht, aber wenn wir mal darüber geschlafen haben, können wir stolz sein über das, was wir heute hier abgeliefert haben“, sagte Kapitän Daniel Endres  nach dem Spiel. Gegen den SC Freiburg wird es zum einen darum gehen, das Pokalspiel abzuhaken und sich wieder auf die viel wichtigere Liga zu konzentrieren. Zum anderen ist es aber wichtig, die Erkenntnisse und die guten Erfahrungen aus dem Pokalspiel mitzunehmen, auch wenn’s die erste Niederlage nach 22 Siegen in Pflichtspielen war.

Im Hinspiel war – wie am Mittwoch – Markus Müller  die zentrale Figur. Der Kickers-Stürmer hatte mit einem Eigentor für den 1:1-Ausgleich für die Freiburger gesorgt. Dann sorgte er aber für die 2:1-Führung in der zweiten Hälfte. Christian Cappek  und Steven von der Burg  waren damals die weiteren Torschützen für die Offenbacher. Markus Müller kann mit dem Gefühl, im absoluten Fokus zu stehen, umgehen. Nach seiner Volleyball-Aktion am Mittwoch, die zum Handelfmeter für Mönchengladbach führte, sagte er: „Mal ist man der Held, mal der Depp. Heute bin ich der Depp.“ Mit der Erinnerung an das Vorrundenspiel könnte er am Sonntag mal wieder der Held sein.

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