Am Sonntag gegen den Erzrivalen

Kickers sind bereit für Waldhof Mannheim

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Offenbach gegen Mannheim: Eine Partie, in der immer Zündstoff steckte. Zuletzt trennten sich beide Teams kit 0:0, hier mit Waldhofs Frederic Brill (links) und Mike Schulz, die den Offenbacher Markus Müller (Mitte) in die Zange nehmen wollen.

Offenbach – Es ist das Spitzenspiel der Regionalliga Süd überhaupt: Waldhof Mannheim empfängt am heutigen Sonntag die Kickers Offenbach, die geschwächt zum Erzrivalen anreisen müssen. Von Peppi Schmitt

Am Sonntag empfängt der Tabellenführer SV Waldhof Mannheim (23 Punkte) den Tabellendritten Kickers Offenbach (20). Erwartet werden über 15.000 Zuschauer, viel mehr geht in der Viertklassigkeit nicht. Mehr als 2000 Offenbacher Fans werden ihre Mannschaft begleiten. Auch das ist für die Regionalliga eine eindrucksvolle Zahl. Nur der Polizei bereitet das nicht so viel Freude, sind die beiden Fanlager doch in herzlicher Abneigung verbunden. Deshalb ist das Spitzenspiel auch ein Risikospiel. Die meisten Kickers-Fans werden per Sonderzug anreisen und vom Bahnhof dann von der Polizei bis zum Carl-Benz-Stadion eskortiert.

OFC geht geschwächt in die Partie

Sportlich ist die Begegnung für den OFC die nächste große Nagelprobe. Nach dem Durchmarsch in der vergangenen Saison, ist in dieser Spielzeit die Konkurrenz deutlich größer. Mit eben jenen Waldhöfern, aber auch mit dem SV Elversberg, Hessen Kassel und dem 1.FC Saarbrücken gibt es weitere Anwärter um die beiden ersten Plätze, die zu den Aufstiegsspielen in die dritte Liga berechtigen. In Kassel haben die Offenbacher unentschieden gespielt, in Elversberg zuletzt nach großem Kampf 3:4 verloren. Nun also das dritte Hammerspiel.

Personell gehen die Offenbacher geschwächt in das Spitzenduell. Fabian Bäcker fehlt wegen einer Knieverletzung und Benjamin Pintol wegen einer Sperre. Der Mittelfeldspieler wurde im Heimspiel gegen Saar 05 Saarbrücken (3:1) mit „Gelb-Rot“ vom Platz gestellt. „Das tut uns weh und ihm“, sagte später Trainer Rico Schmitt. Pintol hatte zuletzt immer zu den Besten gehört. „Wir werden eine Lösung finden“, sagt der Trainer, ließ sich aber im Vorfeld nicht in die Karten schauen.

Mannheim ist immer noch ungeschlagen

Der Gegner, der am Montagabend ein 0:0 bei Hessen Kassel erreichte und noch immer ungeschlagen ist, hat sich vor dieser Saison prominent verstärkt. Die Stars des Teams von Trainer Kenan Kozak sind zwei ehemalige Frankfurter. Thorsten Fink hat einst bei der Eintracht gespielt und ist jüngst aus Aue nach Mannheim gewechselt.

Hanno Balitsch war letzte Saison noch Leistungsträger beim FSV Frankfurt und lässt seine Karriere nun in Waldhof ausklingen, nicht ohne sportlichen Ehrgeiz. Der Aufstieg ist das erklärte Ziel des ehemaligen Bundesligisten, der so lange in der sportlichen Versenkung verschwunden war. In dieser Beziehung gibt es frappierenden Ähnlichkeiten zu den Kickers. Von 2003 bis 2008 spielten die Waldhöfer in der Oberliga, erst 2008 gelang der Aufstieg in die Regionalliga. 2011 warf sie dann ein Lizenzentzug erneut zurück in die Oberliga, ein Jahr später schafften sie dann wieder den Aufstieg. Und nun soll es endlich nach oben gehen, in die dritte Liga. Auch die Offenbacher haben schwere Zeiten hinter sich. In der Saison 2007/2008 waren sie noch Teil der Zweiten Liga, bis 2013 dann immerhin der dritten Liga. Und wie der SV Waldhof wollen sie in dieser Saison den Aufstieg schaffen.

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