Stephan Adam

FC Eschborn-Trainer zieht trotz Dämpfer positive Zwischenbilanz

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Nicht vom Ball zu trennen: Tim Fließ (Zweiter von rechts) behauptet sich gegen gleich zwei Lehnerzer.

Eschborn – Nach dem Dämpfer kommt die Spielpause und dann der nächste Schritt nach vorne. So jedenfalls stellen sich die Hessenliga-Fußballer des 1. FC Eschborn die nahe Zukunft vor.

Die vergangenen Wochen hielten Höhen und Tiefen für das Team von Trainer Stephan Adam bereit, der trotz der 0:3-Pleite gegen Lehnerz eine positive Zwischenbilanz zieht. Den Abschluss vor der zweiwöchigen Spielpause hatten sich die Eschborner anders vorgestellt. Gegen den TSV Lehnerz, im Mittelfeld der Hessenliga-Tabelle angesiedelt, sollte die positive Heimbilanz ausgebaut werden. Doch die Eschborner gingen leer aus. Sie zeigten viel Offensivdrang, aber fehlende Harmonie im Spielfluss und Nachlässigkeiten in der Defensive. „Wir haben die Gegner fast schon zum Toreschießen eingeladen“, sagt Adam. 0:3 gegen Lehnerz, 3:3 in Stadtallendorf- sechs Gegentreffer in nur zwei Spielen. Zu viele für eine Mannschaft, die lange oben mitspielen will und das bislang auch tut.

Nach 15 Spieltagen rangiert der FCE mit 25 Punkten auf Platz fünf und zählt zum dicht gedrängten Verfolgerfeld hinter den Topteams aus Steinbach (41 Punkte) und Hadamar (31). Eine ordentliche Ausbeute für einen Klub, der vor der Saison erneut einen großen Umbruch vollzogen hat. „Ich bin mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden, weil wir es gut hinbekommen haben, die neuen Spieler zu integrieren und eine schlagkräftige Truppe zu formen“, sagt Adam. Aber: 23 Gegentore stehen 25 selbst erzielten Treffern entgegen. Das bedeutet die schwächste Tordifferenz der Teams im oberen Tabellendrittel.

Auf Zugang Hübner ist Verlass

Für Adam hängt dies mit der Ausgeglichenheit in der Liga zusammen. Nur vier Punkte trennen die Eschborner von Platz elf, acht Punkte sind es bis zu den Abstiegsrängen. Zwischen Spitzenreiter Steinbach, der vorne einsam seine Kreise zieht, und dem abgeschlagenen Schlusslicht Schwalmstadt geht es sehr eng zu. Hinzu kommt größeres Verletzungspech, dass die personellen Planspiele des Trainers durcheinanderwirbelt.

Auf einen Zugang ist aber Verlass. Rudi Hübner erzielte bereits elf Treffer und liegt damit auf Platz zwei der Torschützenliste hinter dem Seligenstädter Peter Sprung. Die Treffsicherheit des zweitligaerfahrenen Routiniers ist für die Eschborner Fluch und Segen zugleich. Hinter Hübner klafft eine große Lücke, der FCE ist auf seine Tore angewiesen. Doch ein Hübner alleine kann es eben auch nicht richten, was die unnötigen Punktverluste der vergangenen Wochen zeigen. „Solche Rückschläge gibt es immer wieder in einer Entwicklungsphase“, sagt der sportliche Leiter Marcus Klandt: „Man sieht, wie das Team mehr und mehr zusammenwächst.“ Die nächste Gelegenheit dazu besteht am Samstag, 15. November, wenn der FCE zum Abschluss der Hinrunde den Tabellennachbarn Bayern Alzenau empfängt.

zin

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