Keine Chaoten, wenig Rasen und viel Meier

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Ein jubelnder Alex Meier.

Frankfurt – Sportlich hat Eintracht Frankfurt mit dem Sieg beim Tabellenführer Braunschweig in der vergangenen Woche für Ruhe gesorgt. Dagegen gab es Abseits des Feldes Stunk. Von Axel Grysczyk

Der Rasen in der Commerzbank-Arena sei schlecht und die Fans machen wieder Ärger. Am kommenden Montag ab 20.15 Uhr sollte das Sportliche wieder überwiegen. Dann müssen die Adler mal wieder gegen einen Mit-Aufstiegsaspiranten ran: Gegen Fortuna Düsseldorf muss der erste Heimsieg in dieser Saison her.

Zum wiederholten Mal entzündeten Eintracht-Anhänger Bengalo-Feuer auf den Rängen in Braunschweig. Der Club musste dazu in dieser Woche beim DFB Stellung nehmen. Die Folgen werden womöglich nicht so drastisch sein wie nach dem letzten Bundesligaheimspiel in der vergangenen Saison gegen Köln, trotzdem rauben solche Chaoten dem Club die Nerven und letztendlich auch die Finanzen. Im ersten Heimspiel gegen St. Pauli erließ der DFB eine Zuschauer-Beschränkung. Wegen der limitierten Zuschauerzahl – nur 14.000 Frankfurt-Fans waren zugelassen – gingen der Eintracht Einnahmen von rund 300.000 Euro verloren.

Neuer Rasen im Stadion

Zweites Problem in dieser Woche: Der schlechte Rasen in der Commerzbank-Arena. Eintracht-Trainer Armin Veh monierte sogar, dass man mit diesem Geläuf die Gegner begünstigen würde und nicht das anzustrebende filigrane Spiel der Eintracht. Das Gejammere wird sich legen: Der Betreiber hat den Rasen in den Torräumen ausgetauscht und verspricht, dass an der Qualität des restlichen Platzes hart gearbeitet wird.

Wann fällt das erste Stürmertor?

Das sportlich bestimmende Thema neben Chaoten-Bengalos und Rasen-Gejammer ist Alexander Meier. Der Mittelfeldspieler hat bereits fünf Treffer in den drei Partien dieser Saison erzielt. Aber klar ist auch: Gegen Erstliga-Anwärter Fortuna Düsseldorf muss es auch endlich mal ein Stürmertor geben. Schließlich sind Fenin, Gekas und Hoffer bis jetzt noch ohne Treffer in der Liga. Ansonsten könnte es gegen die ausgeglichene Truppe von Trainer Norbert Meier schwer werden. Bei der Fortuna trumpfen die Stürmer derzeit ganz anders auf. Thomas Bröker hat in den drei Partien bereits drei Treffer, sein Kollege Sascha Rösler schon zwei Tore erzielt. Das heißt Schwerstarbeit für die noch nicht sattelfest Abwehr der Eintracht. Wenn die Hintermannschaft steht und es der SGE gelingt, den Gegner spielerisch unter Druck zu setzen, dürfte das zweite Montags-Heimspiel für die Veh-Truppe erfolgreich enden.

Bis zum Samstag waren nicht alle Tickets verkauft. Die übrig gebliebenen Tages- und Gästekarten werden am Spieltag an den Tageskassen, ab zwei Stunden vor Spielbeginn (Frühkassen am Haupteingang und Gleisdreieck bereits ab drei Stunden vor Spielbeginn), angeboten.

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