Kein Platz für Spielpraxis

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Rollen im Team: Die Inlinehockey-Spieler der TSG Friedrichsdorf.

Friedrichsdorf – Was lange währt, wird gut: Neun Anläufe brauchten die Inlinehockey-Spieler der TSG Friedrichsdorf für den ersten Sieg in der Landesliga. Sportlich geht es langsam bergauf, die Trainings- und Wettkampfbedingungen bleiben unbefriedigend. Für „Heimspiele“ muss die TSG nach Frankfurt ausweichen.

 

Diesmal hielten die Nerven bis zum Schluss. Mit 6:4 bezwang das Inlinehockey-Team der TSG Friedrichdorf die Vellmar „Speedbears.“ Damit feierten die Jungs den ersten Sieg in der neunten Landesligapartie.

Bei insgesamt sieben Turnierterminen treten die drei Teams der U 19-Landesliga – die Pinguine Baunatal, OSC Vellmar Speedbears und die TSG Friedrichsdorf – gegeneinander an.

Schon eine Woche zuvor schnupperten die Friedrichsdorfer am ersten „Dreier“ in ihrer Premieren-Saison, unterlagen Vellmar aber nach der Verlängerung. „Zu Saisonbeginn waren wir noch ziemlich nervös. Jetzt sind wir endgültig in der Liga angekommen“, freute sich Spielertrainer Valentin Nickolai nach der Partie. Die U19-Landesliga besteht nur aus drei Teams: Vellmar, Friedrichsdorf und den Pinguinen aus Baunatal. Bei insgesamt sieben Turnierterminen treten die Mannschaften gegeneinander an. Der Modus: Jede Mannschaft richtet zwei Turnierrunden aus, bevor es dann am siebten Spieltag um den Titel geht. Heimrecht hat dort der Tabellenführer, der bereits für das Finale qualifiziert ist. Der zweite Endspiel-Teilnehmer wird im Duell des Zweit- gegen den Drittplatzierten ermittelt. Mit diesem Szenario beschäftigen sich die Friedrichsdorfer aber noch nicht. „Uns geht es darum, Spielpraxis zu sammeln und die anderen Teams weiter zu ärgern“, sagt Nickolai.

Ein großes Manko bleibt die „unbefriedigende“ Hallensituation. In den Hallen des Hochtaunuskreises und der Stadt Friedrichsdorf darf nur unter strengen Auflagen trainiert werden. Begründung: Die Rollen verursachen Striemen auf dem Boden. In der kleinen Halle der Peter-Härtling-Schule dürfen sich die Jungs zwar auf ihren Rollen bewegen, dafür aber nur mit leichteren Gummipucks spielen. Die Umstellung auf das größere Feld und die härteren Pucks im Ligabetrieb sei „extrem schwierig“, betont Nickolai. Da immer noch keine Halle in Friedrichsdorf gefunden ist, die für die Wettkämpfe zugelassen ist, trägt die TSG ihre Heimspielturniere auf der Bezirkssportanlage am Frankfurter Rebstock aus. Dort ist das Team der „Mainprimaten“ zuhause, für die der 19-Jährige früher auf Torejagd ging. „Wir sind dankbar, dass der Klub uns seinen Platz zur Verfügung stellt.

Positive Signale habe es zuletzt auch von Seiten der Stadt gegeben. So erhielten die Inliner eine zweite feste Trainingszeit unter der Woche. Mittwochs übt das Liga-Team, bestehend aus zehn Feldspielern und einem Torwart. Freitags dürfen sich die Neulinge probieren. Zudem bemühe sich die Stadt um eine neue Spielstätte für die TSG. Vorerst ohne Ergebnis. Eine „Favoritenlösung“ hat Nickolai schon parat: „Am besten wäre es, wenn wir in unserer Halle bleiben und mit den harten Pucks trainieren könnten.“ zin

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