„Laufen ist mein Leben“

Hürdenläuferin Katrin Fleisgarten auf der Überholspur

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Katrin Fleisgarten auf dem Sprung: Die 17-Jährige peilt bei den Deutschen Meisterschaften das Finale über 60-Meter-Hürden an.

Region Rhein-Main –Katrin Fleisgarten setzt auf die Überholspur über. Für die Hanauerin, die für die LG Seligenstadt läuft, wäre alles andere als der Final-Einzug bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften über 60-Meter-Hürden eine Enttäuschung. Von Dirk Beutel

Das vergangene Jahr war eine echte Qual für Katrin Fleisgarten. Ein Muskelfaserriss verhinderte die erste Teilnahme bei einer nationalen Meisterschaft und setzte die heute 17-Jährige vier Monate außer Gefecht. Umso größer ist ihr Ehrgeiz für die Deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund (23. und 24. Februar). Das spürt auch ihr Trainer, Robert Schieferer, vom Sprint- und Hürdenteam , einem Projekt das Talente aus Hessen in den Leistungssport begleitet. Dort darf nicht jeder mitmachen: Nur wer die Ambitionen und die Leistungen zeigt, bei nationalen Wettbewerben ins Finale einzuziehen, wird gefördert.

„Ich will mein Niveau bestätigen“

Katrin Fleisgarten ist so ein Talent. Sie ist amtierende Hessische U18-Meisterin über 100 Meter Hürden und auf dem Sprung, sich eben auch auf nationaler Ebene zu etablieren. „Sie ist momentan in einer starken Phase, jetzt gilt es ihre Kondition zu halten“, sagt Schieferer. Schnell ist sie ohnehin: „Sie gehört bei den U20 zu den sechstschnellsten Hürdenläuferinnen in Deutschland.“ Umso wichtiger ist ihr der Einzug ins Finale. „Bei den Meisterschaften will ich Erfahrungen sammeln, aber auch mein Niveau bestätigen“, sagt Fleisgarten, die sich gegen 40 Teilnehmer durchsetzen und unter die besten Acht kommen will.

Laufen ist mein Leben“, sagt die Athletin. „Durch den Sport habe ich gelernt, mein Leben zu koordinieren und erwachsen zu werden.“ Die professionelle Grundeinstellung wundert also nicht: „Klar, schaut man sich an, gegen wen man antritt. Aber ich konzentriere mich nur auf mich und meine Leistung.“

Weniger Trainingseinheiten, dafür intensivere

Wenn aber die internationale Elite gegeneinander antritt, wie bei den Olympischen Spielen vergangenes Jahr, dann schaut die 17-Jährige genau hin und versucht sich möglichst viel abzuschauen, um sich und ihren Stil zu perfektionieren.

Doch bis die Weltspitze tatsächlich nur noch eine Hürde entfernt ist, holt Robert Schieferer das Beste aus ihr heraus. In den letzten zwei Wochen vor der Meisterschaft plant er allerdings nicht mehr viele Trainingseinheiten, dafür aber intensivere. Vor allem an der Bewegungstechnik wird gefeilt. Dazu kommen längere Ruhephasen, um sich mental auf den Wettkampf vorzubereiten.

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