Deutschland gegen Großbritannien

Rollstuhlbasketball-EM in Frankfurt

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Er ist einer, der immer wieder für neuen Wirbel sorgen kann: André Bienek, hier in einer Partie gegen die US-amerikanische Mannschaft.

Frankfurt – Deutschland rüstet sich für die Rollstuhlbasketball-Europameisterschaft vom 28. Juni bis 7. Juli. Der Gastgeber gehört zu den Favoriten. Von Dirk Beutel

Ob die deutsche Mannschaft den Ansprüchen gerecht wird, wird sich wahrscheinlich gleich im ersten Gruppenspiel gegen den Erzrivalen Großbritannien zeigen. Bundestrainer Nicolai Zeltinger rechnet sich für sein Team realistische Chancen aus.

Schon vor dem Beginn der Partie gegen Großbritannien herrscht große Anspannung bei beiden Teams. Bereits vor zwei Jahren trafen beide Nationen aufeinander. Bei den Europameisterschaften 2011 in Israel. Niemand hatte da Deutschland für die Endrunde auf dem Zettel. Mittlerweile ist die Überraschungsmannschaft von damals gereift und hat sich unter den Spitzenteams etabliert.

Gute Balance in der Mannschaft

Auch der deutsche Bundestrainer Nicolai Zeltinger ist mit der Entwicklung zufrieden: „Wir sind auf einem guten Weg und haben eine gute Balance in der Mannschaft.“ Die hat sich spätestens beim letzten Aufeinandertreffen bei den Paralympics bewährt. Deutschland schaffte es mit einem 66:66 in die Verlängerung. Gewann schließlich mit 77:72.

Trotzdem kennt Zeltinger die Vorzeichen bei den Briten: „Die dortigen Bedingungen lassen es zu, dass die Spieler wie Vollprofis trainieren können. In Deutschland arbeiten die meisten noch nebenbei oder studieren.“ Dazu kommt das schnelle und physische Spiel der Briten. „Und sie haben mit Tony Bywater einen hervorragenden Spieler, der groß ist und gut von der Drei-Punkte-Linie aus punkten kann.

Deutschland hat exzellente Schützen

Der Vorteil der deutschen Mannschaft: Sie sind gut in der Breite aufgestellt, haben auch auf der Bank exzellente Schützen wie André Bienek oder Thomas Böhme und sind variabel in ihrem Spielaufbau.

Auch die Testspiele gegen den amtierenden Paralympicssieger Kanada stimmen den Bundestrainer optimistisch. Und dass, obwohl neben Großbritannien noch andere Kaliber, wie Belgien, die Niederlande und die schwer einzuschätzen Schweizer in der Gruppe eins warten. Zeltinger: „Die Qualität in der Gruppe ist sehr hoch. Es wird viele enge Spiele geben.“

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Deshalb hat der Bundestrainer speziell Situationen kurz vor Spielende trainieren lassen. Wenn nur noch zehn Sekunden auf der Uhr stehen, selbst wenn nur noch drei Sekunden Zeit für eine Wende bleiben. „Wir wollen alle Spiele gewinnen und müssen deshalb auf alles vorbereitet sein.“

Tickets für die Spiele der Rollstuhlbasketball-Europameisterschaft unter www.eurobasketball-2013.de/tickets/ oder www.adticket.de.

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