Karate-WM: Traum platzt schon in der ersten Runde

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Karate-Kämpferin Jasmin Bleul.

Frankfurt – Der Bornheimer Karateverein Budocenter brachte Weltmeisterschafts-Hoffnung Jasmin Bleul hervor. In der vergangenen Woche musste sie in Paris 70 Gegnerinnen bezwingen, scheiterte aber schon an der Ersten. Von Angelika Pöppel

Ich konnte gar nicht zeigen, was ich kann“, sagt die 19-Jährige enttäuscht. Schon mit sieben Jahren stand sie auf der Kampfmatte, nachdem ihr Vater den Sport für sie entdeckte. Seitdem nutzt sie den Sport, um sich richtig „auszupowern“ – seit sieben Jahren in Bornheim. „Hier sind einfach die besten Trainer“, sagt Bleul, die in Wiesbaden Medienmanagement studiert. Das Budocenter in Bornheim ist auch der einzige Bundesstützpunkt des Deutschen Karate-Verbands. Hier arbeitet Bundestrainer Efthimios Karamitsos, der selbst fünfmal den Titel Europameister im Karate holte.

Zweimal Deutsche Junioren-Meisterin, einmal Vize-Europameisterin bei den Junioren und zuletzt Deutsche Meisterin bei den Senioren stehen in Bleuls Erfolgsbilanz. Der Weltmeistertitel fehlt noch. „Ich muss noch schneller, stärker und spritziger werden“, sagt die Kämpferin. Sie trat in der Disziplin Kata-Einzel an: Dabei zeigt sie 40 bis 50 Elemente hintereinander und kämpft so gegen einen imaginären Gegner. Wichtig dabei ist die perfekte Ausführung der Choreografie. „Im Karate muss man ehrgeizig sein, ein gutes Körpergefühl haben und gut springen können“, sagt Bleul.

Und ihr Ehrgeiz ist nicht gebrochen: „Ich werde den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken, das war schließlich meine erste WM.“ Sie schaut nach vorne. In zwei Wochen beginnt sie wieder zu trainieren für die Europameisterschaft im Februar. Bleul: „Im Karate kann man ein Leben lang dazu lernen.“ pöp

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