Die jungen Abräumerinnen

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Eine überragende Saison spielten die U12-Mädchen der FSV Münster. Die Trainer Sven Engelstätter (rechts), Achim Tetzlaff (Mitte) und Andreas Schneider (links) sind stolz.

Münster – Vorbild für die WM-Kickerinnen von Trainerin Sylvia Neid: Die Fußball-Juniorinnen der FSV Münster präsentierten sich in der abgelaufenen Saison als Absahnerinnen und gewannen in verschiedenen Altersstufen viele Titel. 50 Mädchen des Vereins spielen regelmäßig ihre Gegnerinnen schwindelig. Von Jens Dörr

Die U12 der Freien Sportvereinigung wurde in diesem Jahr beispielsweise Erste im Regionalpokal – zum dritten Mal in Folge, wie Achim Tetzlaff betont. Er bildet mit Andreas Schneider, Gerald Jox und Sven Engelstätter den Trainerstab, der sich um den weiblichen Nachwuchs kümmert.

Der Hattrick im Regionalpokal zeige, dass in Münster schon seit Längerem toller Juniorinnen-Fußball gespielt werde und die Erfolge keine Eintagsfliegen seien. Die Trainingsbeteiligung sei hoch, zusätzlich würden die Mädchen auch bei den Jungs mitspielen, um noch mehr Training zu haben und sich Zweikampfhärte zu holen, nennt Tetzlaff Gründe für den Erfolg.

Zudem wurde die U12, deren Spielerinnen aus dem gesamten Altkreis Dieburg kommen, auch Hallenkreismeister und Sieger im Bezirkspokal. Außerdem triumphierte sie als Erste der Bezirksmeisterschaft – einen höheren Erfolg kann man im Mädchenfußball in dieser Altersklasse nicht erreichen. Die FSV Münster ist damit bestes weibliches U12-Team der Fußballregion Darmstadt-Dieburg, Darmstadt, Bergstraße und Groß-Gerau.

Weibliche Seite des scheinbaren Männersports

Die U12 zeigte als Hallenbezirksmeister, Bezirkspokal-Sieger und mit der Tatsache, dass sie bereits auf dem Großfeld gegen ältere Konkurrentinnen der U16 antritt, ihre Dominanz. Das Team wird zudem im Hessenpokal mitmischen.

Der Mädchenfußball kam bei der FSV Münster 2007 so richtig in Schwung, im Nachgang zur Männer-WM in Deutschland. In Kürze stehen hierzulande die Frauen mit ihrer Weltmeisterschaft im Fokus. Der Verein hat eigens Karten für das erste Spiel der Deutschen besorgt, außerdem für ein Halbfinale und das Finale. „Jedes Kind sollte ein Spiel im Stadion besuchen können“, benennt Trainer Tetzlaff das Vorhaben der FSV.

Den Ewiggestrigen, die die imposante Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs in Deutschland nach wie vor ablehnend oder arrogant gegenüber stehen, rät Tetzlaff:„Kommt vorbei, schaut euch Spiele an – es hat sich viel gewandelt.“ Ohnehin ist er voll des Lobes für die weibliche Seite des scheinbaren Männer-Sports: „Der Team-Geist ist wesentlich besser als bei den Jungs.“

Über neue Spielerinnen im Alter von sechs bis 15 Jahren freut sich die FSV Münster. Ansprechpartner ist Achim Tetzlaff,  (0163) 9251906.

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