Zweite Tischtennis-Bundesliga

TTC Ober-Erlenbach: Teammanager Johannes Herrmann im Interview

Teammanager Johannes Herrmann (rechts) klatscht mit Spieler Thomas Keinath ab. Fotos: zin

Zuschauerrekord, Platz eins bei den Internet-Usern, Rang vier in der Tabelle – und das als Aufsteiger. Der TTC Ober-Erlenbach kommt in der Zweiten Tischtennis-Bundesliga Nord richtig gut an.

Herr Herrmann, der TTC geht mit einer ausgeglichenen Bilanz von drei Siegen, einem Remis und drei Niederlagen in die sechswöchige Spielpause. Wie fällt Ihr Zwischenfazit aus?

Es läuft alles super. Am Anfang der Saison hätten wir eine solche Bilanz nicht für möglich gehalten. Mit 7:7-Punkten stehen wir richtig gut da. Man darf nicht vergessen: Wir haben drei Spieler dabei, die noch nie in der Zweiten Liga aufgeschlagen haben. Jetzt rangieren wir im Mittelfeld. Aus sportlicher Sicht gibt es wirklich nichts zu meckern. Wir sind über dem Soll.

Das gilt wohl auch für das Zuschauerinteresse…

Ja, die Zuschauerzahlen sind top, die Fans rennen uns die Bude ein. Im Schnitt haben wir über 270 Fans. Über das Internet erzielen wir zudem eine enorme Reichweite. Die Statistik zeigt, dass unsere Spiele am Live-Ticker am häufigsten verfolgt werden. Es ist eine positive Bewegung spürbar. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen und müssen das Projekt weiterentwickeln.

Wie ist der Boom in Ober-Erlenbach zu erklären?

Wer meint, dass so etwas zugeflogen kommt, irrt gewaltig. Dahinter steckt viel Arbeit, vor allem in der Vermarktung. Unser Saisonheft haben wir an 2000 Haushalte in der Umgebung verteilt, sind in sozialen Netzwerken vertreten und machen viel Werbung für unsere Spiele. Der Besuch soll zum Erlebnis werden. Es gibt eine Show mit Einlauf-Kindern, VIP-Bereich, wechselnde kulinarische Angebote und und und.

Und mittlerweile geht Spielern wie Zuschauern auch ein Licht auf…

Stimmt (lacht). Unsere Beleuchtung hatte im Bereich der beiden Spielboxen nicht die vorgeschriebene Lux. Wir mussten reagieren und haben bei der Stadt etwas Druck gemacht. Glücklicherweise hat Bürgermeister Krug schnell eine Lösung gefunden. Sonst hätte es uns womöglich Geld und Punkte gekostet.

Zurück zum Sportlichen. Welcher Spieler hat Sie überrascht? Von wem muss noch mehr kommen?

Unsere Nummer eins Thomas Keinath hat die Erwartungen mehr als erfüllt. Auch Jens Schabacker an Nummer drei hat eine positive Bilanz und sich toll entwickelt. Unser Youngster Dominik Scheja, 16 Jahre alt, wird kommen, bei ihm ist durch die beiden Siege zuletzt der Knoten geplatzt. Julian Mohr hat es an Position zwei sehr schwer.

Thomas Keinath ist als Profi auch international im Einsatz. Inwieweit ist der TTC abhängig von seinen Einsätzen?

Natürlich ist Thomas für uns nicht zu ersetzen. Wir haben keine Ersatzbank wie der FC Bayern im Fußball. Wir wollten einen richtig starken Mann vorne haben, der den Jungs Rückhalt gibt. Wenn Thomas nicht dabei ist, sind wir gleich um Klassen schwächer. Seine Punkte sind fest eingeplant. Und er wird uns in allen Spielen zur Verfügung stehen.

Was ist in dieser Saison noch drin?

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Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt. Da im nächsten Jahr eine eingleisige Zweite Liga eingeführt wird, müssten wir dafür unter die Top 5 kommen. Das wird schwer genug, aber wir glauben fest dran. Mit Ausnahme des Spitzenduos Bergneustadt und Dortmund können wir jedes Team schlagen. zin

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