Jetzt geht`s um den Aufstieg

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Eintracht-Spieler Gordon Schildenfeld gilt in der Innenverteidigung als Risikofaktor.

Frankfurt – Jetzt zählt's: Die Eintracht muss in den nächsten Wochen gegen ihre direkten Konkurrenten im Aufstieg zur Bundesliga ran. Von Axel Grysczyk

Die Spiele gegen Greuther Fürth (Montag, 12. Dezember, 20.15 Uhr, Commerzbank-Arena), auf St. Pauli (Montag, 19. Dezember, 20.15 Uhr) und dann die beiden ersten Rückrundenspieltage daheim gegen Braunschweig und auswärts bei den bis zu diesem Spieltag ungeschlagenen Düsseldorfern wird zeigen, ob die Mannschaft in die Bundesliga zurückkehrt oder weiter durch die Niederungen des deutschen Fußballs dümpelt. Es sind auch deswegen richtungsweisende Spiele, weil es schwierig wird, eine solche Truppe bei einem Nicht-Wiederaufsteig zusammen zu halten. Trainer Armin Veh hat in dieser Woche zu seiner eigenen Zukunft vielsagend angedeutet: „Erst mal müssen wir den Aufstieg in die Bundesliga schaffen, dann können wir weiter sehen.

In der Hinrunde waren die Spiele gegen die Mitkonkurrenten extrem enge Spiele. In Fürth gelang damals ein Last-Minute-Sieg mit 3:2 durch den überragenden Alex Meier mit zwei Toren und einer Vorlage. Gegen St. Pauli gurkte sich die Veh-Truppe ein 1:1 zurecht und auch gegen Fortuna Düsseldorf reichte es nur zu einem 1:1. Damals herrschte noch Unklarheit, welcher Spieler geht und welcher bleibt und mit welchem System man agiert. Damals begann Armin Veh mit einem Stürmer, heute ist der Zwei-Mann-Sturm eigentlich gesetzt. Darauf setzen kann man anscheinend, wer als sicherer Aufsiegsaspirant gilt. Die Plätze für das Oberhaus spielen Frankfurt, St. Pauli, Düsseldorf und Fürth unter sich aus. Das hieße auch, dass ein Team als Vierter in die Röhre schaut. Fußball-Experten trauen diesen Part am ehesten den Unaufsteigbaren aus Fürth zu. Doch die haben in dieser Saison etwas dagegen und das wollen sie am Montag in Frankfurt unter Beweis stellen.

Welche Elf antritt, ist noch nicht entschieden

Frankfurt ist Favorit“, sagt Fürth-Manager Rachid Azzouzi und ergänzt pflichtgemäß: „Wir haben Respekt, aber keine Angst. Wir werden unsere Chance suchen.“ In Fürth macht das Spiel gegen Düsseldorf Mut. Da mobilisierte die Mannschaft alle Kräfte nach einer völlig verschlafenen ersten Hälfte und einem 0:2-Rückstand, überzeugte spielerisch dann vollauf, auch wenn das Match trotzdem 1:2 verloren ging. Auch die Fürther haben in dieser Saison gegen die Spitzenteams schlecht ausgesehen: 2:3 gegen die Eintracht, 2:2 gegen St. Pauli und eben 1:2 gegen Düsseldorf.

Wer die besten Elf sind, die das bei der Eintracht schaffen können, darüber zerbricht sich Trainer Veh noch den Kopf. Im Sturm hat das Duo Hoffer/Gekas nicht vollends im letzten Spiel überzeugt. Aber ob die Stoßstürmer Idrissou und Friend rechtzeitig bei 100 Prozent Leistung sind, muss noch entschieden werden. Genauso risikoreich es ist, Gordon Schildenfeld in der Innenverteidigung spielen zu lassen. Der 26-Jährige ist immer für einen Patzer gut. Auf der Torhüterposition bleibt abzuwarten, ob der etatmäßige Keeper Oka Nikolov rechtzeitig fit wird, nachdem er zuletzt mit einer Kapseldehnung im Knie pausiert hat.

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