Ironman: Mit Schmelzflocken ans Ziel

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Claudia Fiebig-Keller.

Region Rhein-Main – Am Sonntag, 24. Juli, bringt der Ironman den Langener Waldsee zum Brodeln, den Asphalt der Radstrecke in der Wetterau zum Glühen und die Menge an der Laufstrecke in Frankfurt zum Toben. Erfahrene Triathleten aus der Region verraten im EXTRA TIPP Tricks für den Lauf. Von Jens Dörr

Sascha Christiansen vom TV Groß-Zimmern, der seine Ironman-Bestzeit mit 10:24 Stunden im fränkischen Roth aufstellte und dieses Jahr ebenfalls in Frankfurt dabei ist, hat in punkto Ernährung klare Vorstellungen vor dem Wettkampf: „Ich salze Schmelzflocken mit Meersalz, lass sie durch heißes Wasser aufquellen. Da kommen dann Banane und Zucker drauf – und das esse ich genau zwei Stunden vor dem Wettkampf.“Auf die Ernährung achtet auch Claudia Fiebig-Keller (TV Hergershausen, Bestzeit: 10:38 Stunden), die schon Vize-Europameisterin ihrer Altersklasse wurde. Die letzten Tage vor dem Wettkampf solle man „viel trinken und salzhaltige Nahrung wie Salzstangen essen, damit die Flüssigkeit gespeichert wird“. Auch müssten die Kohlenhydratspeicher voll sein und vitamin- und mineralstoffreich essen müsse man natürlich immer, nicht erst kurz vor dem Wettkampf, sagt die Triathletin.

Auf den Körper hören

Die Ausrüstung ist aus Sicht Fiebig-Kellers weniger entscheidend: „Man sollte sich im Neoprenanzug wohlfühlen, das Rad muss von der Einstellung her passen.“ Ganz wichtig sei, „den Wettkampf im Kopf zu haben, den Ablauf gedanklich immer wieder durchzuspielen, auf seinen Körper zu hören, sich beim Schwimmen aus der Klopperei rauszuhalten und beim Radfahren nicht zu überpacen“. Sonst werde der Marathon-Lauf eher zum nicht enden wollenden Spaziergang. Der Gedanke ans Einlaufen über den roten Teppich am Römer sei im Training fast schon genug Motivation, für das Ziel zu arbeiten.

Sascha Christiansen.

Der Dieburger Stefan Böttcher (Bestzeit: 9:35 Stunden), der bereits rund 20 „Eisenmänner“ hinter sich gebracht hat, rät speziell fürs Radfahren: „Auch bei einer Panne nicht in Hektik verfallen, auf das Reparatur-Auto warten und selbst Dinge wie Schläuche und Pumpe dabei haben.“ Der Tag sei schließlich lang, fünf Minuten machen bei den meisten den Wettkampf nicht zunichte. „Beim Laufen darf man sich bloß nicht von den Zuschauern mitreißen lassen. Denn die letzten Marathon-Kilometer können sehr lang sein.“

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