Weltmeister Pete Jacobs am Start

Stars beim Ironman in Frankfurt 

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Ironman-Weltmeister Pete Jacobs wird von Ironman-Sprecherlegende Mike Reilly interviewt.

Frankfurt – Der Frankfurt Ironman war noch nie so hochklassig besetzt wie in diesem Jahr. An diesem Sonntag treffen dort zwei Weltmeister auf zwei Europameister und den amtierenden Asien-Pazifik-Meister. Und im Ziel ab 14.45 Uhr wartet die Ironman -Sprecherlegende Mike Reilly. Von Norman Körtge

Die faszinierende Ironman-Atmosphäre lebt selbst bei kurzen Gesprächen während einer Aufzugsfahrt im Frankfurter Intercontinental-Hotel auf. „Bist du da mitgelaufen“, fragt einer und deutet auf das T-Shirt des anderen, wo Lake Placid Ironman draufsteht. „Ja, schon mehrmals“, ist die Antwort des T-Shirt-Trägers, der aufblickt und den Fragesteller erkennt. „Du bist doch Mike Reilly. Du bist eine Legende. Zwölfmal hast du schon meinen Namen im Ziel gesagt. Und am Sonntag soll es das 13. Mal sein.“ „Es wäre mir eine Ehre“, antwortet Reilly, bevor sich die Aufzugstür wieder öffnet und sich die beiden mit Handschlag verabschieden. Ihren Namen aus Mike Reillys Mund wollen am Sonntag alle der über 2600 Starter hören, die sich um 6.45 Uhr in den Langener Waldsee stürzen, 3,8 Kilometer schwimmen, sich anschließend aufs Rad schwingen, 180 Kilometer in die Pedale treten und dann am Main entlang in Frankfurt noch 42,195 Kilometer laufen. Im Ziel auf dem Römerberg steht dann Reilly am Mikrofon. Der Mann, der seit 25 Jahren Ironman-Wettkämpfe als Sprecher begleitet, vor allem den berühmtesten auf Hawaii. Was im Boxen Michael Buffer („Let’s get ready to rumble“) ist, ist Reilly beim Ironman („You are an Ironman“).

Duell zwischen Pete Jacobs und Marino Vanhoenacker?

Das Rennen an der Spitze könnte in diesem Jahr äußerst spannend werden. Vorjahressieger und damit amtierender Europameister Marino Vanhoenacker aus Belgien (8:03:31 Stunden) jedenfalls gibt sich auch in Anwesenheit von Hawaii-Sieger und Weltmeister Pete Jacobs gut gelaunt: Er fühle sich wie auf einem Thron. Und auch wenn der belgische König diese Woche seinen Rücktritt angekündigt hat, möchte Vanhoenacker auch am Sonntag weiter auf dem Ironman-Thron bleiben. Aber: „Hier noch einmal zu siegen wird unglaublich schwer.“ Dass es in Frankfurt nicht einfach wird, meint auch der aus Australien stammende Weltmeister Jacobs: „Das ist das stärkste Starterfeld, das ich jemals außerhalb von Hawaii gesehen habe.“ Denn mit den Deutschen Sebastian Kienle und Michael Raelert gehen auch zwei Triathleten an den Start, die über die Ironman-Halbdistanz (70.3) bereits den Weltmeistertitel erkämpft haben.

Magische neun Stunden bei den Frauen

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Bei den Damen sind alle Blicke auf das deutsche Duo Anja Beranek und Kristin Möller gerichtet. Möller gewann dieses Jahr bereits den Ironman auf Lanzarote: „Mir schwebt eine Zeit unter den magischen neun Stunden im Hinterkopf herum. Wenn ich meine Leistung von Lanzarote noch einmal ablaufen kann, dann müssen sich die anderen Mädels hier warm anziehen“, gab sie sich bei der Pressekonferenz angriffslustig.

Natascha Schmitt: Für jeden ein Lächeln

Die Frankfurterin Natascha Schmitt läuft ihren ersten Ironman.

Lediglich Außenseiter-Chancen darf sich die Frankfurter Lokalmatadorin Natascha Schmitt ausrechnen. Die Siegerin des Frankfurter City Triathlons von 2011, will bei ihrem Ironman-Debüt angreifen. Die Unterstützung ist ihr sicher: „Ich trainiere ja den Leichtathletik-Nachwuchs bei der Frankfurter Eintracht und meine Mädels sind am Sonntag an der Strecke dabei und werden mich anfeuern. Das gibt mir unglaublich viel“, erzählt sie. Und sie verspricht, für jeden ein Lächeln übrig zu haben. Schließlich sei sie ja ein Vorbild. An der Neun-Stunden-Grenze denkt sie nicht. „Unter 9:30 Stunden wäre schon toll.“

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