Vom Waldsee auf den Römerberg

3000 Starter beim Ironman Frankfurt

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Völlig erschöpft erreichte die Dänin Camilla Pedersen 2013 nach 8:56,01 Stunden als erste Frau das Ziel auf dem Römerberg.

Frankfurt – Es ist die unglaubliche Strapaze von 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42,195 Kilometer laufen, die dem Ironman Frankfurt seine Faszination verleiht.   Von Norman Körtge

Und das jedes Jahr aufs Neue. Bereits zum 13. Mal stürzen sich am Sonntag, 6. Juli, 3000 Athleten aus 60 Nationen früh Morgens in den Langener Waldsee, die dann irgendwann im Laufe des Nachmittags oder Abends völlig erschöpft auf dem Römerberg in Frankfurt das Ziel zu erreichen.

Der Wettkampf in und um die Main-Metropole lockt auch die Top-Athleten. Es ist das wohl spektakulärste Teilnehmerfeld, das es bei der Ironman European Championship je gegeben hat, freut sich Ironman-Europachef Thomas Dieckhoff.

Geheimtipp Jan Frodeno

Bereits vor einigen Wochen sorgte Jan Frodeno, Olympiasieger von Peking 2008, für große Aufmerksamkeit, als er seinen Start in Frankfurt und somit seine Premiere über die Langdistanz ankündigte. Der Deutsche Quereinsteiger gilt als absoluter Geheimtipp. Ziel ist dabei nicht nur die Krone Europas, sondern vor allem auch die Qualifikation für die Ironman World Championship auf Hawaii.

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Die Ironman Stars 2013

Einer, der versuchen will, Frodenos Durchmarsch zu verhindern, ist kein Geringerer als der amtierende Weltmeister Frederik van Lierde. Der Belgier will nach seinen Triumphen auf Hawaii im vergangenen Jahr nun auch in Frankfurt den Sieg einfahren. Auch der Drittplatzierte der Weltmeisterschaft 2013, Sebastian Kienle aus Karlsruhe, will ganz nach oben auf das Treppchen.

Jenny Schulz gibt ihr Ironman-Debüt

Sensationell mutet der Start der Vorjahressiegerin Camilla Pedersen aus Dänemark an. Nur wenige Wochen nach ihrem sensationellen Sieg 2013 stürzte sie mit dem Rad schwer, lag 19 Tage im Koma. Die Prognosen blieben vorsichtig, Ärzte prophezeiten eine monatelange Erholungsphase. Ein Zeitplan, an den sich die Blondine mit dem ansteckenden Lachen so gar nicht halten wollte.

Aus deutscher Sicht gilt besondere Aufmerksamkeit Sonja Tajsich, die auf Hawaii 2012 einen vierten Platz belegte, sowie den hessischen Lokalheldinnen Natascha Schmitt und die t und die Duathlon-Europameisterin Jenny Schulz aus Frankfurt/Friedrichsdorf, die ihr Langdistanz-Debüt geben wird (der EXTRA TIPP berichtete).

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