Eisenfrauen braucht das Land

Ironman Frankfurt: Drei Frauen aus der Region wollen vorne mitlaufen 

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Susan Blatt, damals noch Dietrich, beim Ironman Frankfurt im vergangenen Jahr.

Frankfurt – Für viele Triathleten ist er der Höhepunkt der Saison: Der Frankfurter Ironman. Und am Sonntag, 7. Juli, startet die Neuauflage. Bei den Damen gehören drei Athletinnen aus der Region zum erweiterten Favoritenkreis. Von Dirk Beutel

Und das sind die Vorjahresvierte Susan Blatt, die Siegerin des Frankfurter City Triathlons von 2012, Daniela Sämmler, und die Frankfurterin Natascha Schmitt. Alle drei sind gut vorbereitet und wollen von Druck oder Nervosität vorm Start nichts wissen.

Aber das wird keine leichte Aufgabe: Zum ersten Mal seit zwölf Jahren werden 106 Profi-Triathleten im Langener Waldsee das Rennen beginnen. Genauer: Es gehen 69 männliche und 37 weibliche Profis an den Start. Dazu über 2600 Triathleten aus 55 Nationen im Amateurbereich als Altersklassenathleten.

Hochkarätiges Starterfeld

In Jubelpose: Daniela Sämmler bei ihrem Zieleinlauf beim Frankfurter City Triathlon.

Das Top-Starterfeld der 37 weiblichen Profis wird angeführt von der amtierenden Ironman-Vizeeuropameisterin und amtierenden Ironman-70.3-Europameisterin Anja Beranek. Ebenfalls mit dabei: Die vierfache Ironman-Siegerin Erika Csomor aus Ungarn, die 2013 bei der Erstaustragung des Ironman Los Cabos am 17. März und beim Ironman 70.3 in Italien am 8. Juni triumphierte. Zum Teilnehmerfeld gesellt sich die mehrfache Ironman-70.3-Gewinnerin Jodie Swallow aus Großbritannien, die am 20. Januar den Ironman 70.3 Südafrika gewonnen hat.
Aus Frankfurt-Sachsenhausen geht die Lokalmatadorin Natascha Schmitt an den Start, die in ihrem zweiten Profi-Jahr in der Bankenmetropole ihr Ironman-Debüt gibt. Daneben wollen auch Susan Blatt und Daniela Sämmler ihren Schnitt auf der Distanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen machen.

Im vergangenen Jahr schaffte Susan Blatt mit dem vierten Platz einen Überraschungserfolg an den sie anknüpfen will. „Aber Druck mache ich mir deswegen nicht, denn meine Trainingsvorbereitungen sind gut verlaufen und die Strecke in Frankfurt liegt mir.“ Und das, obwohl sie, wie sie selbst sagt, erst spät in den Trott kommt: „Ich brauche immer eine gewisse Zeit, bis ich bereit bin, mich zu quälen.“ Kein Wunder also, dass ihr Trainingsstart im März erstmal holprig begann. „Aber bis zum Juli passt´s immer rechtzeitig.“

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Auf die Konkurrenz will die 31-Jährige nicht schauen. „Schließlich waren auch früher gute Frauen am Start und ich habe es trotzdem in die Top Ten geschafft.“ Blatt, die sich eigentlich auf den Mitteldistanzen wohl fühlt, will trotz allem unter die Top Ten. Bei allem Anspruch bleibt sie realistisch: „Es ist Quatsch, seine Leistung an einer Platzierung zu messen. Schließlich kann an so einem Tag viel Unvorhergesehenes passieren.“ So sieht das auch Daniela Sämmler, die den Kult vom Ironman in Frankfurt kennt: „Frankfurt ist für mich der Saisonhöhepunkt.“ Für das Sachsenhäuser Mädchen Natascha Schmitt ist es hingegen wichtig „bei meinem ersten Ironman im Ziel anzukommen und dabei die Leistung abzurufen, für die ich trainiert habe.“

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