Ironman 2011: Sie zeigen, wo es lang geht

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Heiko Grehling (links) und Werner Köbsch von FFR mit einem Plan der Ironman-Radstrecke. Sie sorgen dafür, dass die Strecke beschildert und gesichert ist.

Region Rhein-Main – Wenn am Sonntag, 24. Juli, tausende Teilnehmer zum Ironman aufbrechen, ist ihre Arbeit fast getan: Die Mitarbeiter von FFR, einer Tochter der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, sind dafür verantwortlich, dass kein Radfahrer auf der Strecke vom Weg abkommt. Von Julia Renner

Einen Tag dauert das Spektakel, für das Heiko Grehling schon vor Monaten mit der Planung begonnen hat. Vom Langener Waldsee aus fahren die Ironmänner und -frauen mit dem Rad bis nach Friedberg und zurück nach Frankfurt. Insgesamt 180 Kilometer.

Grehling und 34 weitere FFR-Mitarbeiter sind für gut 80 Kilometer der Strecke zuständig. In Frankfurt wird die Stadt selbst die Verkehrssicherung übernehmen. Auch einige andere Städte und Gemeinden, die passiert werden, kümmern sich selbst um die Sicherung der Straßen.

Schon Ende vergangenen Jahres hat Grehling Anträge für Straßensperrungen gestellt und angefangen, mit Kommunen an der Radstrecke zu sprechen. Wie genau die Planung gemacht wurde, ist allerdings vertraulich: Schließlich soll die Konkurrenz nicht vom Wissen der FFR profitieren.

3200 Schilder weisen den Weg

Jetzt geht es in die heiße Phase. Ab dem morgigen Montag, 18. Juli, werden die Verkehrszeichen aufgestellt. Insgesamt 3200 Schilder werden den Weg der Radfahrer säumen. Am häufigsten eingesetzt wird das Halteverbotsschild.

Die Blechtafeln sollen nicht nur die Radfahrer während des Rennens vor dem Autoverkehr schützen. Auch die Zuschauer müssen an einigen „Hot Spots“ geschützt werden, sagt Grehling. „Das ist für uns auch eine große Verantwortung“, ergänzt Silke Feiler, Vertriebsleiterin bei FFR.

Verantwortung für die Verkehrssicherung hat die FFR allerdings schon häufiger übernommen. Beim Frankfurter City-Triathlon, beim Marathon in Frankfurt und beim Radrennen rund um den Henninger-Turm waren Heiko Grehling und seine Kollegen schon im Einsatz. Und dennoch:„Das ist eine logistische Herausforderung,“ sagt Silke Feiler.

Am Tag des Ironmans wird Grehling bereits mitten in der Nacht unterwegs sein. Mit der Polizei wird er ab etwa drei Uhr morgens die Rad-Strecke abfahren. Gemeinsam wird kontrolliert, ob die Strecke ausreichend gesichert und entsprechend beschildert ist.

Gegen neun Uhr am Morgen werden Grehling und die Polizei damit endlich fertig sein. Zeit zum Ausruhen oder Anfeuern der Athleten bleibt trotzdem nicht. Falls es an einem Streckenabschnitt Probleme gibt, muss der Einsatzleiter sofort anrücken.

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