Fusion zwischen Inlinehockey-Clubs

Taunus Wild Hogs und Langen White Wolves heißen jetzt „Wild Wolves“

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Hauptsache Spaß: Das Herren-Inliner-Team muss zwar noch Lehrgeld zahlen, entwickelt sich aber.

Friedrichsdorf/Langen – Wie gut „Wildsäue“ und „Weiße Wölfe“ harmonieren können, zeigt der Inlinehockey-Nachwuchs. Taunus Wild Hogs und Langen White Wolves treten als „Wild Wolves“ in der U16-Bundesliga an.

Während die Jungs die Hessenmeisterschaft anpeilen, will das Landesliga-Team der Herren die „Rote Laterne“ abgeben. „Von der Spielgemeinschaft versprechen wir uns, dass die Jungs voneinander lernen und Spaß haben. Außerdem können wir so immer mit einer schlagkräftigen Truppe antreten“, hatte Trainer Valentin Nickolai zum Saisonstart verkündet. Nach sechs von zehn Hauptrundenspielen lässt sich konstatieren: Die Rechnung ist aufgegangen.

Qualitativ wie quantitativ zählen die neuformierten „Wild Wolves“ zu den Topteams. Mit fünf Siegen und einer Niederlage führen sie gemeinsam mit der SG Baunatal / Kaufungen die Tabelle der U16-Bundesliga an. 44 erzielte Tore bedeuten den Spitzenwert aller sechs Mannschaften.

Taunus Wild Hogs gilt als Schießbude der Liga

Zum Vergleich: In der vergangenen Spielzeit avancierten die Taunus Wild Hogs bei 144 Gegentoren in 24 sieglosen Spielen zur Schießbude der Liga. „Wir besitzen einen sehr großen Kader von 19 Feldspielern und drei Torhütern“, nennt Nickolai die Basis für den Höhenflug. Die Friedrichsdorfer stellen zehn Feldspieler und zwei Keeper. Da wegen der größeren Entfernung der beiden Standorte nur einmal pro Monat gemeinsam trainiert wird, ist der Erfolg noch höher einzuschätzen. Auf dem Weg zur angestrebten Hessenmeisterschaft rechnet Nickolai mit einem spannenden Zweikampf zwischen seinen Schützlingen und der punktgleichen SG Baunatal / Kaufungen.

Positiv mit kleinem Haken fällt auch das Zwischenfazit der Taunus-Puckjäger in der U23-Bundesliga aus. Dort wartet die Truppe um Nationaltorwart Benedikt Klose zwar auf den ersten Sieg, doch der erste Eindruck passt. 5:6 und 3:4 unterlag man den favorisierten Mannschaften aus Düsseldorf und Mannheim. „Wir haben uns in beiden Spielen sehr gut verkauft und waren lange auf Augenhöhe“, sagt Nickolai, der als Kapitän für die U23 aufläuft. „Natürlich ärgern wir uns über die knappen Niederlagen, aber wir können in der Liga mithalten.“

Moral und Kampfgeist ist gefragt

Davon ist das Landesliga-Team, das sich beinahe komplett aus dem U23-Kader zusammensetzt, noch ein gutes Stück entfernt. Trotz achtbarer Ergebnisse in der Vorbereitung mussten die Wild Hogs bislang Lehrgeld zahlen. Vier Siege aus 17 Spielen stehen für das Schlusslicht zu Buche. „Unser Verein spielt zum ersten Mal alleine in einer Herrenliga und wir sind mit Abstand die unerfahrenste Mannschaft“, erklärt Nickolai. Doch Pech und die eine oder andere fragwürdige Schiedsrichterentscheidung will er nicht alleine für den Tabellenstand verantwortlich machen. Vieles sei Kopfsache. „Wir müssen lernen, uns nicht dem Spiel des Gegners anzupassen, sondern unsern eigenen Stil durchzudrücken. Oftmals schaffen wir es nicht, die Leistung aus der U23-Bundesliga anzurufen“, sagt der 21-Jährige. Moral und Kampfgeist seien nun gefragt, um noch auf den Play-off-Zug zu springen. Dafür müssten die „Wildsäue“ das punktgleiche Team von IVA Gentleman von Platz vier verdrängen.

Ob dies schon am Sonntag beim „Heimturnier“ in Assenheim gelingt, ist fraglich. Mit dem Start der Sommerferien steht nur eine Rumpftruppe zur Verfügung. Nickolai erwartet eine „schwere und anstrengende Aufgabe“. Dies gilt für Sonntag und für den Saisonendspurt. zin

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