Vereine schließen sich zusammen

„Spaß haben und Erfahrung sammeln“

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Die Mannschaft der Wild Hogs (in orange) in Aktion bei einem Turnierspiel gegen Mannheim.

Kronberg/Friedrichsdorf – Die Wildschweine sind los. Die Inlinehockey-Klubs aus Friedrichsdorf und Kronberg haben sich zusammengeschlossen. Als Taunus Wild Hogs gehen sie mit zwei Teams in der Bundesliga an den Start. Der Friedrichsdorfer Spieler-Trainer Valentin Nickolai spricht im Interview über die Vorteile der Spielgemeinschaft, Trainingsprobleme und Minimalziele.

Herr Nickolai, warum der Zusammenschluss beider Vereine?

Die Kronberger und wir hatten in der vergangenen Saison das gleiche Problem. Uns fehlten genügend Spieler einer Altersklasse. Deshalb mussten wir als gemischtes Team in der U19-Landesliga antreten. Durch die Kooperation können wir im Ligabetrieb eine U16- und U20-Mannschaft stellen. Vor allem bei der U16 sind beide Vereine in gleichen Teilen vertreten.

Wie kam es zur Annäherung?

Da Friedrichsdorf und Kronberg nicht allzu weit auseinander liegen, haben wir erst mal zwei Freundschaftsspiele ausgemacht, um das Niveau der Spieler einschätzen zu können. Kronbergs Trainer Simon Schade und ich haben gemerkt, dass es gut passt. Die Spieler haben sich dann in einer Abstimmung für die Spielgemeinschaft entschieden.

Wie kann man sich die Kooperation in der Praxis vorstellen?

Wir trainieren im wöchentlichen Wechsel in Kronberg und Friedrichsdorf. Zudem haben beide Klubs eine Einheit pro Woche, bei der sie unter sich bleiben. Wir Trainer stimmen uns über Ziele und Inhalte ab. Bei den Spielen unterstützten beide Trainer das Team. Und die Spieler kommunizieren zumeist über Facebook (lacht).

Die schwierigen Trainingsbedingungen sind ein Dauerthema in Friedrichsdorf. Hat sich durch die Spielgemeinschaft daran etwas geändert?

Leider sind die Trainingsbedingungen unverändert. Wir dürfen in unserer Halle nur mit den leichten Gummipucks üben, was die Vorbereitung auf die Bundesligaspiele erschwert. Glücklicherweise dürfen wir in Kronberg mit den offiziellen Puck trainieren.

In der Landesliga hatte die TSG einen schweren Stand. Jetzt der Sprung mit den Wild Hogs in die Bundesliga. Tut man den Teams damit einen Gefallen?

Durch eine Änderung in der Liga sind wir aufgerückt. Man darf den Begriff Bundesliga auch nicht überbewerten. Im Inlinehockey sind nur Teams aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden Württemberg vertreten. Aber klar ist die erste Saison für uns ein großer Lernprozess.

Wie sieht die Zielsetzung aus?

Im Feld mit Hanau, Frankfurt, Mannheim und Düsseldorf sind wir klarer Außenseiter. Die U16 ist eine sehr junge Truppe mit vielen Neulingen. Sie soll erst mal Spaß haben und Erfahrung sammeln. Minimalziel ist es, ein Spiel zu gewinnen und den einen oder anderen Gegner zu ärgern. Bislang wurden zwar alle Spiele verloren, aber ich bin sicher, dass wir uns steigern werden

Un d die ersten Eindrücke von der U20?

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Die Mannschaft ist sicher stärker einzuschätzen als unser U19-Team in der Vorsaison. Die Bundesliga-Gegner sind aber auch deutlich stärker. Das haben wir bei der 1:13-Pleite gegen Mannheim zu spüren bekommen. Die hatten sechs Nationalspieler in ihren Reihen. Wir wollen auf jeden Fall in die Play-offs kommen. Unser erster Saisonsieg gegen Hanau war ein guter Anfang. zin

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