Baseballer stecken mitten im Abstiegskampf

Bad Homburg Hornets: Erst euphorisch, jetzt ernüchtert

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Nate Thomas beim Pitch: Der Import-Spieler der Bad Homburger Hornissen ist einer der Aktivposten im Team.

Bad Homburg – Zwei Siege und 20 Niederlagen stehen für die Bad Homburg Hornets zu Buche. Der letzte Sieg in der Baseball-Bundesliga datiert aus dem April. Von einer ruhigen Saison und dem angestrebten vorzeitigen Klassenerhalt sind die Kurstädter weit entfernt.

Dennoch sieht der sportliche Leiter Roland Spitzegger sein Team auf dem richtigen Weg. Seit Januar ist der frühere österreichische Nationalspieler nicht mehr nur sportlicher Leiter sondern auch Präsident des Klubs. Keine leichte Aufgabe, denn wie in den Vorjahren haben die Bad Homburger mächtig zu kämpfen, mussten aus bescheidenen finanziellen Mitteln ein schlagkräftiges Team formen. Bevor der Nachwuchs sukzessive an das hohe Niveau herangeführt wird, müssen es vorerst noch die etablierten Kräfte richten.

Negativserie auf 16 Niederlagen gewachsen

„Offensiv wie defensiv haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht“, betont Spitzegger. Die nackten Zahlen belegen allerdings etwas anderes. Durch die Heimpleiten (1:11 und 0:7) am vergangenen Wochenende gegen Mannheim wuchs die Negativserie der Hornets auf 16 Spiele (!) an. 16 Begegnungen, in denen die Bad Homburger deutlich stärker eingeschätzten Konkurrenten phasenweise Paroli boten, am Ende aber immer leer ausgingen und auf den letzten Tabellenplatz hinter Hauptkonkurrent Tübingen abrutschten. Spitzegger räumt ein, dass die anfängliche Euphorie mit zwei Siegen zum Saisonbeginn mittlerweile etwas der Ernüchterung gewichen ist. Neben „Kleinigkeiten“ fehle vor allem die Konstanz vom Wurfhügel. „Sechs, sieben Innings halten uns die Pitcher im Spiel, dann fehlt die Unterstützung von der Bank. Da sind uns andere Mannschaften voraus“, sagt der Präsident.

Importspieler sind wichtige Allrounder

Die Baseballer sprechen dabei von sogenannten „Relief-Pitchern“, die für Entlastung sorgen und auch mal einen Vorsprung über die Runden bringen. So zogen die Hornissen trotz aussichtsreicher Lage stets den Kürzeren. Der Ausfall des verletzten Werfers Max Doll ist kaum zu kompensieren, auch wenn sich die Importspieler Gary Owens und Nate Thomas auf ungewohnter Position redlich mühen. „Sie machen einen ausgezeichneten Job und sind gute Allrounder. Sie helfen uns weiter, wo sie nur können“, sagt Spitzegger. Auch der dritte Amerikaner Chris Ciatti sei eine Bereicherung für den Kader. Der offensivstarke Owens wurde sogar für das All-Star-Spiel nominiert, das am Sonntag in Mannheim ausgetragen wird. Am heutigen Samstag empfangen die Hornets den Tabellenzweiten aus Heidenheim zum Doubleheader (13 und 15.30 Uhr) im heimischen Taunus Baseballpark.

Bad Homburg wieder in der Außenseiterrolle

Erneut sind die Kurstädter krasser Außenseiter. Als kleiner Mutmacher dient die knappe 6:9-Niederlage bei den Heideköpfen. Eine viele größere Bedeutung kommt den beiden Duellen eine Woche später in Tübingen zu. Der Vorletzte hat einen Sieg mehr auf dem Konto, allerdings auch zwei Spiele weniger bestritten. Da Mannheim schon etwas enteilt ist, werden beide Teams unter sich ausmachen, wer sportlich direkt absteigt oder sich in die Relegation rettet. „Der Druck wird größer. Aber die Chancen auf die Relegation sind da“, sagt Spitzegger. zin

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