Sprung in Zweite Tischtennis-Bundesliga verpasst

TTC: Sofortiger Wiederaufstieg ist das Ziel

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Spielern wie Dominik Scheja gehört beim TTC Ober-Erlenbach die Zukunft.

Bad Homburg – Bitterer hätte die Saison für den TTC Ober-Erlenbach nicht zu Ende gehen können. Am letzten Spieltag verspielten die Kurstädter das Ticket für die eingleisige Zweite Tischtennis-Bundesliga.

Nach der ersten Enttäuschung ist das nächste Ziel bereits klar formuliert: Wiederaufstieg. Vor dem finalen Doppelspieltag schien der Weg für die Ober-Erlenbacher geebnet. Im Vergleich mit den Konkurrenten aus Köln und Brackwede hatten die Kurstädter die beste Ausgangsposition. Der fünfte Rang sollte verteidigt, zumindest aber Relegationsplatz sechs gesichert werden. Mit dem 6:1 in Velbert war die halbe Miete geschafft, wobei die Partie beim Absteiger deutlich knapper verlief, als es das Ergebnis verrät. Nicht weniger als fünf der acht Spiele entschieden die Gäste im fünften Satz für sich. Durch den Sieg war alles angerichtet für das „Endspiel um Platz fünf“ beim 1.FC Köln.

Die Domstädter führten mit 3:0, ehe Thomas Keinath und Dominik Scheja  die Gäste mit zwei Fünf-Satz-Siegen auf 2:3 heranbrachten. Doch von den letzten drei Einzeln gewannen die Ober-Erlenbacher nur noch eines, verloren mit 3:6 und mussten die Kölner in der Tabelle vorbeiziehen lassen. Und damit nicht genug: Brackwede feierte einen sensationellen Erfolg beim bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Bergneustadt und fing die Kurstädtern ebenfalls noch ab. Der TTC fiel durch den doppelten Knock-Out auf den siebten Platz zurück. Aus der Traum von Liga zwei.

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Doppelt bitter: Brackwede hat keine Zweitliga-Lizenz beantragt und verzichtet daher auf das Relegationsspiel. Somit qualifiziert sich Süd-Vertreter ASV Grünwettersbach direkt für die Zweite Bundesliga. Über die „seltsamen Ergebnisse“ zum Rundenende, zu denen auch der Kölner Sieg beim Vierten Herne zählt, will Johannes Herrmann nicht viele Worte verlieren. „Natürlich kam das überraschend, aber wir hatten es selbst in der Hand. Leider hat es am Ende nicht ganz gereicht“, betont der Teammanager.

Kein Happy End

Für den Aufsteiger wäre die Qualifikation für die eingleisige Zweite Liga die Krönung, quasi das I-Tüpfelchen gewesen. Bei aller Enttäuschung über das ausgebliebene Happy-End, zieht Herrmann eine durchweg positive Bilanz: „Wir haben mit der jüngsten Mannschaft der Liga eine großartige Saison gespielt, die meisten Zuschauer aller Zweitligisten gehabt und nahezu wöchentlich neue Rekordmarken im Online-Bereich aufgestellt.“ Die Nummer eins Thomas Keinath weist die zweitbeste Einzelbilanz in der Nord-Staffel auf. Auch die Youngster Julian Mohr, Jens Schabacker und Dominik Scheja erfüllten im ersten „Lehrjahr“ die Erwartungen. Ihnen gehört die Zukunft, die den TTC schnell zurück in die Zweitklassigkeit führen soll. „Wir werden in der kommenden Saison den direkten Wiederaufstieg anstreben“, betont Herrmann. Die Zweite Liga soll für die Kurstädter aber nur Zwischenstation sein. „Langfristig wollen wir Bad Homburg als Bundesliga-Standort für Tischtennis etablieren.“ Damit würde der Klub in die Fußstapfen des TTV Gönnern und der TG Hanau treten.

Aus seiner Zeit als Hanauer Manager weiß Herrmann um die Schwere der Aufgabe, die notwendigen professionellen Strukturen zu schaffen. Gespräche mit dem Hessischen Verband hat er bereits geführt. So soll unter anderem die mit dem Bundestützpunkt in Frankfurt verknüpfte Trainingsgruppe ausgebaut werden. Nächste Woche macht Herrmann aber erstmal Urlaub. zin

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