Selbstbewusste Hornets greifen nach dem Klassenerhalt

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Ein echter Allrounder: Pitcher Kyle Waddell gehört gleichzeitig zu den besten Schlagmännern bei den Hornets.

Bad Homburg – Platz sechs in der Liga und der Klassenerhalt in greifbarer Nähe: Die Bad Homburg Hornets spielen in der Baseball-Bundesliga eine überraschend gute Rolle. Auch die jüngsten Pleiten in Heidelberg können den positiven Gesamteindruck nicht trüben. Den US-Spielertrainern sei Dank.

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Trainer Roland Spitzegger und legt gleich nach. „Wir haben definitiv in dieser Saison die beste Hornets-Mannschaft seit Gründung des Vereins.“ Bei einer Bilanz von sieben Siegen und 17 Niederlagen mag die Einschätzung verwundern, nicht aber, wenn man die Vorgeschichte kennt. In der Vorsaison standen die Hornissen eigentlich als sportlicher Absteiger fest, hielten aber die Klasse, da keiner der Zweitligisten an möglichen Relegationsspielen Interesse zeigte.

Erst auf den letzten Drücker gelang es der sportlichen Leitung, eine Mannschaft für diese Runde an den Start zu bringen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben sich die Bad Homburger in der Bundesliga etabliert und sogar ein kleines Punktepolster auf die Konkurrenten Mannheim und Tübingen aufgebaut. „Wir wussten erst nicht wo wir stehen und waren etwas unsicher, das hat sich aber nach den ersten Spielen gelegt“, blickt Spitzegger zurück.

Überraschungscoup gegen Heidenheim

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Kurios: Gerade die sieben Pleiten in Serie zum Auftakt stärkten das Selbstvertrauen der neuformierten Truppe. In Haar unterlagen die Bad Homburger zweimal knapp, verpassten beim Serienmeister aus Regensburg nur knapp eine große Überraschung. Der große Befreiungsschlag – im wahrsten Sinne – gelang mit dem 14:4 gegen Mannheim. Gleich acht Punkte zum Kantersieg steuerten die Spielertrainer Elliot Glynn, Kyle Waddell und Spenser Payne bei.
Für Spitzegger hat das Trio einen maßgeblichen Anteil am Erfolg: „Sie geben der Mannschaft einen riesigen Schub, als Coach aber auch auf dem Feld“. Trotz ihrer eigentlichen Aufgabe, dem Werfen (Pitching), zählen Glynn und Waddell zu den besten Schlagmännern der Hornissen. Das bewiesen die US-Amerikaner beim Überraschungscoup gegen Heidenheim sowie dem wichtigen Doppelerfolg über Schlusslicht Tübingen. Auch nach den jüngsten Niederlagen in Heidenheim stehen die Chancen auf den Klassenerhalt gut. Vier Spiele haben die Bad Homburger in der Hauptrunde noch zu bestreiten – zwei am Samstag gegen Mainz, zwei in Tübingen (10. August).

Sieg gegen Mainz ist möglich

„Für Mainz geht es um eine gute Platzierung für die Play-offs, die werden in Bestbesetzung antreten“, warnt Spitzegger vor der schweren Aufgabe. Dennoch traut der frühere österreichische Nationalspieler seiner Mannschaft einen Sieg gegen den Tabellenzweiten zu. In Mainz mussten sich die Bad Homburger erst im letzten Durchgang geschlagen geben. „Nach Tübingen wartet dann die Play-down-Runde auf uns, in der wir vermutlich gegen Mannheim antreten müssen“, blickt Spitzegger schon mal voraus. Gewinnen die Hornissen das Duell, sind sie gesichert. Verlieren sie, stehen die Spiele um Platz sieben und acht an. Der Siebte rettet sich in die Relegation, der Achte steigt definitiv ab. Das wollen die Bad Homburger mit aller Macht verhindern. zin

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