Hoffnung bleibt trotz Bänderriss

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Svenja Greunke (Nummer 13) kämpft nicht nur um jeden Ball, sondern momentan auch mit einem Bänderriss.

Schrecksekunde für die Basketballerin Svenja Greunke: Wenige Tage vor Beginn der EM-Qualifikation (Start 16. Juni) verletzte sich die Nationalspielerin im Training. Die Teilnahme hat die Bundesliga-Spielerin der Rhein-Main Baskets aber längst nicht abgeschrieben.

Wie schwer wiegt die Verletzung und wie sind die Prognosen für die EM-Qualifikation?

Ich bin im Training umgeknickt. Die Untersuchungen haben ergeben, dass eines der Bänder im linken Fuß gerissen ist. So eine Verletzung kommt jetzt natürlich sehr ungelegen und ich hätte durchaus verstanden, wenn die Trainer mich zur Qualifikation nicht mitgenommen hätten. Wir hoffen aber, dass ich beim ersten oder spätestens zweiten Spiel der EM-Quali wieder einsatzbereit bin.

Was für einen Eindruck haben Sie von der Mannschaft nach den beiden Lehrgängen?

Der Eindruck nach den Lehrgängen und den ersten Vorbereitungsspielen ist sehr gut. Die Mannschaft ist noch sehr jung und es sind im Vergleich zum vergangenen Jahr einige Spielerinnen neu dazugekommen. Wir haben trotzdem als Team schnell zusammengefunden und wollen jedes Spiel nutzen, um einen Schritt nach vorne zu machen.

In der Vorbereitung gab es drei Siege und drei Niederlagen. In welchen Bereichen muss sich das Team steigern?

Viel wichtiger als die Ergebnisse war, dass wir uns von Spiel zu Spiel gesteigert haben. Da wir ein relativ kleines Team sind, müssen wir den Gegner mit unserer Verteidigung unter Druck setzen, um dadurch selbst zu einfachen Punkten zu kommen. Außerdem müssen wir beim Rebound um jeden Ball kämpfen, um Größennachteile auszugleichen.

Sie waren schon im vergangenen Jahr bei der EM in Polen dabei. Wie beurteilen Sie die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr?

Es ist immer schwierig Mannschaften zu vergleichen, wenn man selbst ein Teil davon ist. Einige ältere und gestandene Spielerinnen, die sicherlich geholfen hätten, sind dieses Jahr nicht mehr dabei. Aber dafür sind neue, junge Spielerinnen dazu gekommen und jede der Spielerinnen ist ein Jahr älter geworden und hat neue Erfahrungen gesammelt.

Vier Spielerinnen der Rhein-Main-Baskets stehen im Nationalkader. Überrascht Sie diese Entwicklung?

Ich denke, eine Überraschung ist es nicht, da wir alle eine gute Saison gespielt haben. Ein bisschen haben wir davon profitiert, dass einige ältere Spielerinnen diesen Sommer keine Nationalmannschaft mehr spielen wollen oder aus beruflichen Gründen nicht dabei sind. Es zeigt aber, dass die Idee „Rhein-Main Baskets“ uns alle sehr viel weitergebracht hat.

Noch kurz zur Liga: Der Stamm der Baskets um Trainer Steffen Brockmann bleibt auch in der nächsten Saison zusammen. Was ist da möglich?

Wir haben eine gute Saison hinter uns. Die Play-offs waren das Ziel und letztendlich haben wir noch zwei zweite Plätze in der Hauptrunde und im Pokal mitgenommen. Genau die richtige Ausgangssituation, um viel Mut und Selbstvertrauen in die nächste Saison mitzunehmen und sich trotzdem nicht mit den zweiten Plätzen zufrieden zu geben. zin

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