Hessenmeisterschaften für mehr als 300 Ringer

FSV Münster wieder im Ringer-Blickpunkt

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Eric Chalupka (blau) ist die größte Medaillenhoffnung der FSV Münster bei den am kommenden Wochenende in der Gersprenzhalle  stattfindenden Greco-Hessenmeisterschaften.

Münster  - Vor zwei Jahren erlebte das Ringen bei der Freien Sportvereinigung (FSV) Münster eine ihrer größten Krisen, verlor fast alle Nachwuchsathleten und musste beinahe aus dem Nichts ein neues Männerteam zusammenstellen. Jetzt richtet sie die Hessenmeisterschaft im griechisch-römisch Ringen aus. Von Jens Dörr

Inzwischen hat sich das Traditionsverein, der einst auch in der Zweiten Bundesliga rang, zumindest in der viertklassigen Hessenliga etabliert und baut sukzessive wieder einen Unterbau auf. Am kommenden Wochenende stemmt der Verein ein Großereignis: Am Samstag, 28. Februar, ab zwölf Uhr und Sonntag, 1. März, ab zehn Uhr, richtet die FSV in der Münsterer Gersprenzhalle die Ringer-Hessenmeisterschaften der Männer und Jugendlichen im griechisch-römischen Stil aus.

Endlich wieder Aufbruchsstimmung bei der FSV

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ASV-Ringer aus Schaafheim haben die Meisterschaft in der Hand

Als man sich im vergangenen Jahr entschloss, den Hut für die Ausrichtung im Auftrag des Hessischen Ringer-Verbands in den Ring zu werfen, sollte damit auch ein Signal gesendet werden, wie es in Axel Wandinger  der Abteilungsleiter der FSV-Ringer ausdrückt: „Hallo, wir sind wieder da!“ Denn das Bewältigen von Hessenmeisterschaften passe kaum in eine Phase der Niedergeschlagenheit.
Vielmehr scheint das Ringen in Münster die Talsohle durchschritten zu haben, sich eine Aufbruchsstimmung breitzumachen. Wandinger, einst selbst Ringer der „Freien“ und zwischenzeitlich zudem Vereinsvorsitzender gewesen, klopfte vor der Bewerbung um die Hessenmeisterschaften in den anderen Abteilungen des Vereins die Bereitschaft zur Mithilfe ab. „Denn es unterschätzen viele, welch ein Aufwand hinter den beiden Tagen steckt“, sagt Wandinger.

Mehr als 300 Athleten gehen auf die Matte

Weil das Echo positiv ausfiel, bewarb sich der Münsterer Verein und erhielt den Zuschlag. Somit werden die FSV und Helfer am kommenden Wochenende in mehr als 100 Schichten Gastgeber für die Landesmeisterschaften der Mattenkämpfer sein – samstags für die Greco-Männer und die B-Jugendlichen, sonntags für die Jugendlichen der Altersklassen E, D und A. Vier Matten müsse man auslegen, getreu der Faustregel „eine Matte pro 50 Teilnehmer“. Gerade am Sonntag werden rund 200 Sportler aus den Ringerbezirken Darmstadt/Odenwald, Frankfurt, Nordhessen und Main/Spessart erwartet. Samstags dürften an die 100 Männer und rund 40 B-Jugendliche antreten – macht in der Summe mehr als 300 Athleten. Infrastrukturell helfen der FSV dabei die ASV Dieburg  und der ASV Schaafheim, die Matten zur Verfügung stellen, aus. „In unserer Vereinshalle hätten wird nur zwei Matten legen können, außerdem haben wir mit der Gersprenzhalle eine repräsentative Sportstätte“, begründet Wandinger den Weggang vom Stammdomizil in die deutlich größere Landkreis-Halle.

Medaillenaspirant tritt als Hallensprecher auf

Sportlich versuche man, möglichst viele Athleten an den Start zu bringen. Chancen auf eine Medaille hat indes wohl nur Klassiker Eric Chalupka, der im Leichtgewicht antreten dürfte und im griechisch-römischen Stil jüngst Vize-Bezirksmeister wurde. Um die Hessenmeisterschaft werden aus dem Gebiet des EXTRA TIPPs derweil deutlich mehr Sportler des KSV Neu-Isenburg, des ASV Frankfurt-Griesheim, des ASV Schaafheim und der ASV Dieburg kämpfen. Ein Medaillenkandidat fürs Bantamgewicht  wäre für Gastgeber Münster normalerweise Christian Klamert  gewesen; er verzichtet aber auf den Start – und will stattdessen als Hallensprecher fungieren.

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