13:1-Sieg

Herne besiegt: Löwen gehen selbstbewusst ins Derby

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Tor für Frankfurt: Torschütze Marc Schaub von den Löwen Frankfurt versenkt den Puck im Kasten von Christoph Trippe.

Frankfurt – Auch der Herner EV  konnte den Löwen- Express, der mit ICE-Tempo durch die Hallen der Oberliga rast, nicht stoppen und musste sich mit 13:1 in Frankfurt geschlagen geben. Die Frankfurter gehen gestärkt ins Derby gegen Kassel. Von Uwe Lange

Für den Tabellenführer vom Main trafen Marc Schaub (3), Lanny Gare (2), Roland Mayr, Patrick Schmid, Marton Vas, Nils Liesegang, Richard Mueller, Clarke Breitkreuz, Nico Oprée und Manuel Neumann vor 3.300 Besuchern ins Herner Gehäuse. Löwen-Coach Tim Kehler musste kurzfristig auf seinen besten Torjäger Chris Stanley (bislang 34 Saison-Treffer) verzichten, für den Norman Martens zu Nils Liesegang und Clarke Breitkreuz in den ersten Sturm rückte. Freudig begrüßt wurde hingegen das Comeback von Angreifer Roland Mayr, der nach mehrmonatiger Verletzungspause wieder fit ist und bei seinem ersten Puckkontakt nach einer Minute und 50 Sekunden gleich ins Tor der Gäste traf. Der Aufsteiger aus Herne, für den schon das Erreichen der Endrunde ein großer Erfolg ist, versuchte sich so teuer wie möglich am Ratsweg zu verkaufen, was sich mit zunehmender Spielzeit immer schwieriger gestaltete. Das vierte Spiel in nur acht Tagen ließ besonders beim Amateurteam aus dem Ruhrpott die Kräfte schwinden, während die Löwen auf ihren großen Kader und ein Vier-Reihen-System setzten.

Tim Kehler unzufrieden mit dem ersten Drittel

Trainer Tim Kehler fasste das einseitige Match mit den Worten „Ich war besonders im ersten Drittel mit unser Leistung überhaupt nicht zufrieden, erst am Ende des Spiels war die Überlegenheit augenscheinlich. Wir haken diese Begegnung aber sofort ab und denken jetzt nur noch an das Kassel-Spiel und freuen uns darauf“ zusammen. So fährt sein Team am Sonntag gut vorbereitet zum Hessen-Derby und will bei den Huskies auch im 28. Saison-Spiel unbesiegt bleiben. Dabei gibt es ein freudiges Wiedersehen mit Torhüter Boris Ackers und Stürmer Branislav Pohanka, die ihrem ehemaligen Team die Hände schütteln wollen, bevor es auf dem Eis richtig zur Sache geht. Pohanka bangt dabei noch um seinen Einsatz, da die Huskies während der Woche mit dem fast 36-jährigen Kanadier Ryan Gaucher einen dritten Ausländer verpflichten konnten, in der Oberliga aber nur jeweils deren zwei einsetzen dürfen.

Kassels Trainer zuversichtlich

Kassels Trainer Jürgen Rumrich ist mehr als optimistisch, den Löwen nach zuletzt drei Derby-Niederlagen endlich Paroli bieten zu können: „Wir haben uns in den letzten Wochen stark verbessert, wissen jetzt, wie wir den Schalter umlegen müssen. Frankfurt ist am Wochenende fällig“ gibt der 45-jährige Miesbacher seinen Farben mehr als ein paar aufmunternde Worte mit auf den Weg, nachdem in den vorangegangenen Begegnungen die Löwen-Dominanz in allen Mannschaftsteilen doch recht augenscheinlich war. Seinen Optimismus können und wollen die Frankfurter nicht teilen: „Sicher werden wir irgendwann auch einmal wieder verlieren, denn Ergebnisse im Sport lassen sich nicht programmieren. Aber das wird noch nicht in Kassel sein!“ ist sich das Team der Löwen einig

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