Prognose für Dieburg und Schaafheim

Harte Saison für Hessens beste Ringer

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Can Özgün (rot) ist einer der Neuzugänge des ASV Schaafheim und peilt mit den Bachgauern peilt er die 2. Bundesliga an.

Dieburg/Schaafheim – In der 1. und 2. Ringer-Bundesliga spielen Vereine aus Hessen derzeit keine Rolle. Die besten Teams zwischen Bensheim und Baunatal kommen in dieser Saison – neben dem SV Fürth-Fahrenbach – daher erneut aus Dieburg und Schaafheim. Beide gehen in der Oberliga Hessen auf die Matte.

Am kommenden Wochenende starten sie unter verschiedenen Vorzeichen in die neue Saison. So wartet auf die Athletik-Sportvereinigung (ASV) Dieburg eine knüppelharte Runde. Einerseits verlor die Mannschaft von Ex-Bundesliga-Trainer Peter Fornoff in Ali Celebi (zur FSV Münster), Laszlo Antunovits (KSV Rimbach), Eduards Kucepulovs (KSV Seeheim) und Salman-Ali Qureshi (AC Goldbach) vier Athleten, die zu punkten vermochten. Insbesondere der ungarische Meister Antunovits war Seriensieger, auch der Lette Kucepalovs siegte häufiger, als er verlor. Andererseits gilt die Oberliga in dieser Saison als sehr stark, weil unter anderem Aufsteiger KSC Niedernberg eher ein Team für die Spitze als für den Keller ist und keiner der neun Konkurrenten der Dieburger einfach zu schlagen scheint. Weil ein halbes Dutzend Ex-Zweitligisten inzwischen die Oberliga bevölkert, handelt es sich bereits um ein gefühltes Bundesliga-Feld. Personell gaben die Dieburger mit der Verpflichtung von Alexander Kilimnik (TV Unterdürrbach) sowie den Bulgaren Alexander Dimitros (ASV Pirmasens) und Yanen Mihail die Antwort. Königstransfer aber ist Kevin Schwäbe: Der ehemalige deutsche Meister, der aus Dieburg stammt, kehrte vom Ex-Zweitligisten KSC Hösbach zurück. „Sportlich kann nur der Klassenerhalt das Ziel sein“, sagt Coach Fornoff.

ASV Schaafheim will mit guter Nachwuchsarbeit überzeugen

Darüber hinaus stehe aber perspektivisch im Fokus, mit guter Nachwuchsarbeit wieder mit mehr einheimischen Ringern anzutreten. Das verwirklicht der ASV Schaafheim schon seit mehreren Jahren. In der Vorsaison scheiterten die Bachgauer erst am letzten Kampftag am Aufstieg in die 2. Bundesliga. Trainer und Ex-Weltmeister Rifat Yildiz gibt Platz eins bis vier als Ziel aus und verspricht: „Wenn wir Meister werden, gehen wir in die 2. Liga hoch. Das ist im Verein mit allen Beteiligten besprochen.“ Mit acht Zu- und zwei Abgängen ist der ASV Schaafheim für die bärenstark besetzte Oberliga gerüstet: Weg sind Gjergij Berisha (KSV Neu-Isenburg) und Lukas Fischmann (SC Großostheim). Neu im Kader: Jannik Buchheimer (eigene Jugend), Sami Heil, Ilkay Ciplak, Alireza Nadivi (alle RWG Hanau/Erlensee), Can Özgün (RWG Mömbris Königshofen), Adam Jakubusiak (StRV Kahl), David Can (SC Frankonia Großostheim), Yakup Sahin (Ditib-TRV Aschaffenburg).

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