Basketball ProB

Nach Rückkehr an Tabellenspitze wächst Euphorie bei Basketballern der Hanau White Wings

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Caleb Walker (rechts) ist der Überflieger bei den White Wings aus Hanau in der ProB.

Region Rhein-Main – 14 Spiele sind in der zweiten Basketball-Bundesliga, Division ProB, absolviert: Zwölf davon haben die Hanau White Wings gewonnen. Mit dem jüngsten Triumph beim Konkurrenten Dresden eroberten sie die Tabellenführung zurück und bauten ihre makellose Auswärtsbilanz auf sieben Siege aus.

„Es war eine Bombenleistung vor 1400 Zuschauern“, jubelte Manager Jens Gottwald. Kein Wunder, dass die Euphorie in Hanau stetig wächst. Vor allem mit Blick auf die abgelaufene Runde, als die Mannschaft so eben noch den Klassenerhalt unter Dach und Fach brachte. Großen Anteil am Erfolg hat Trainer Ty Shaw. Der Ex-Profi, vor der Saison aus Langen nach Hanau gewechselt, hat der Mannschaft ein neues Gesicht verliehen. Er hat ein Team geformt, das sich vor allem durch die Defensive auszeichnet: Hanau lässt ligaweit die wenigsten Punkte zu und weist die mit Abstand beste Korbbilanz auf. Auch bei der wichtigen Besetzung der ausländischen Positionen bewies Shaw ein glückliches Händchen. Caleb Walker avancierte nicht nur wegen seiner Sprungkraft zum Überflieger und treffsichersten Schützen der White Wings. Dass die Hanauer nichts dem Zufall überlassen wollen, bewiesen sie mit der jüngsten Verpflichtung von Center Clayton Vette. „Er bringt eine enorme Präsenz auf das Feld und wird uns unter den Körben verstärken“, ist Gottwald überzeugt. „Ein Platz unter den ersten vier sollte am Ende der Hauptrunde stehen. “.

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Langener Giraffen nach Stotterstart in Fahrt

Davon sind die Langener „Giraffen“ weit entfernt. Die Niederlage in Nördlingen war laut Kapitän Sebastian Barth „ein Schritt zurück.“ Die Partie spiegelt den bisherigen Saisonverlauf wider. Nach ordentlichem Start verloren die Langener fünf von sechs Spielen und rutschten aus den Play-off-Rängen. Mitte Dezember sah es düster aus, ehe sich das verletzungsgeplagte Team von Trainer Thomas Glasauer mit zwei Siegen in die Weihnachtspause rettete. Vor allem der deutliche Erfolg gegen die Reserve der Fraport Skyliners schien dem TVL wieder Auftrieb zu geben. Mit Zugang David Pruett startete man hoffnungsvoll ins neue Jahr, enttäuschte aber in Nördlingen. „Wir haben ohne Herz verteidigt und schwach getroffen“, sagt Barth. Was bis zum nächsten Spiel in Rhöndorf besser werden muss? „Einfach alles.“ Derzeit rangieren die Langener punktgleich mit vier weiteren Teams auf Platz zehn. Nur die besten Acht qualifizieren sich für die Play-offs.

Dieses Ziel verfolgen auch die Juniors der Fraport Skyliners, die mit dem Sieg gegen Baunach den Rückstand auf zwei Punkte verkürzten. Zuvor hatte die Talentschmiede des Bundesliga-Klubs allerdings fünf Partien in Serie verloren. „Wir sind ein junges Team, da gehören solche Schwankungen einfach dazu“, sagt Eric Detlev. Der Trainer weiß natürlich, dass Erfolg oder Misserfolg eng mit der Unterstützung aus dem Profi-Kader verbunden ist. Der Durchbruch einzelner Talente in der Bundesliga ist somit quasi der Fluch der guten Tat.

Vor allem Spielmacher Konstantin Klein und Flügelspieler Danilo Barthel haben sich in den Fokus gespielt und kommen bei den Juniors kaum noch zum Zug. Center Johannes Voigtmann bringt es immerhin auf sechs Einsätze. Dafür setzt Detlev auf eine Reihe von Spielern, die sich durch starke Leistungen in der ProB für die Profi-Mannschaft empfehlen wollen. Großes Manko ist der Angriff. Die Skyliners stellen die schwächste Offensive der Liga – der nächste Gegner Weißenhorn die drittbeste. zin

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