Im Abstiegskampf behaupten

Eintracht: Beim HSV aus Tabellenkeller absetzen

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Abwehrspieler Bastian Oczipka (rechts) zog sich beim Training eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu. Sein Einsatz gegen den HSV ist fraglich.

Frankfurt - Die vergangene Woche war für die Eintracht ein Auf und Ab der Gefühle. Erst das Aus beim Europacup gegen Porto, dann der knappe Sieg gegen Stuttgart. „Das ist der Sport“, sagte Trainer Veh, „mal liebt man ihn, mal hasst man ihn.“ Von Peppi Schmitt

Am Montag war Veh dann selbst im Mittelpunkt der Schlagzeilen. Vorstandschef Heribert Bruchhagen lüftete ein Geheimnis, das im Grunde keines mehr war. Veh werde seinen Vertrag im Sommer nicht verlängern, gab Bruchhagen bekannt. Veh selbst war vom Zeitpunkt der Bekanntgabe nicht wirklich amüsiert. Er hatte dem Klub nämlich schon im Trainingslager im Januar in Abu Dhabi  seine endgültige Absage mitgeteilt, war damals jedoch gebeten worden, diese nicht öffentlich zu machen. Nun hatte Bruchhagen das Geheimnis gegenüber einem befreundeten Journalisten gelüftet und Veh darüber nicht einmal informiert. Der Trainer wurde am Montagmorgen von einer angesetzten Pressekonferenz überrascht, konnte nicht einmal alle seine Spieler vorab informieren. So war ausgerechnet ein Gespräch mit seinem Kapitän Pirmin Schwegler nicht möglich, da dieser bei der Schweizer Nationalmannschaft weilte.

Gerüchte um Veh`s Nachfolger

Es knirscht also im Gebälk der Eintracht, nicht wegen der Demission von Veh im Sommer, sondern wegen der Art und Weise, wie der Klub dies kommuniziert hat. Immerhin, es gab auch gute personelle Nachrichten von der Eintracht vor dem wichtigen Spiel am Samstag beim Hamburger SV. Zunächst hatte Sportdirektor Bruno Hübner  seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert und Mitte der Woche wurde dann bekannt, dass Alexander Meier  seinen Vertrag um drei Jahre verlängern würde. Darüber hat sich dann auch Armin Veh wieder gefreut, genauso übrigens wie sich sein Nachfolger freuen wird. Namen für den neuen Trainer kursierten sofort nach der Bekanntgabe von Vehs Abgang. Markus Babbel und Thomas Schaaf  wurden immer wieder genannt, freilich können gerade diese beiden mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden.

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Veh will sich bei der Suche nach seinem Nachfolger übrigens raushalten. „Das gehört sich nicht“, sagte er. Wichtiger sei es sowieso, sich weiter auf den Abstiegskampf zu konzentrieren. Schon in Hamburg könnte die Eintracht einen riesigen Schritt zum rettenden Ufer machen. Bei aktuell sechs Punkten Vorsprung vor dem HSV könnte der Gegner mit einem Sieg wohl schon entscheidend distanziert werden.

Allerdings hat die Eintracht ein paar Personalprobleme. Sebastian Rode kann wegen eines Knorpelschadens in dieser Saison überhaupt nicht mehr spielen, Bamba Anderson  fehlt weiter wegen eines Anrisses des Syndesmosebandes. Und beim Training am Donnerstag hat sich nun auchBastian Oczipka  eine Muskelverletzung zugezogen. Zudem plagt sich auch Carlos Zambrano  mit Leistenschmerzen.

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