"Girls wanted" in der Commerzbank-Arena

Fußballfestival für Mädchen immer beliebter

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An zehn Stationen trainierten die fußballbegeisterten Sportlerinnen ihre Fertigkeiten.

Frankfurt - Schon seit vier Jahren gibt es das "Girls wanted"-Mädchenfußballfestival. Dort sollen neuen Talente für den Frauen-Fußball entdeckt werden. Das diesjährige Festival hat gezeigt: Immer mehr Mädchen bleiben am Ball.

"Bei der ersten Veranstaltung waren wir uns nicht sicher, ob überhaupt die Anzahl von 600 Teilnehmerinnen erreicht wird“, erinnerte sich Louise Hansen beim „Girls wanted“-Mädchenfußballfestival in der Commerzbank-Arena. „Wir“, das waren sie selbst als Veranstalterin und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), seinerzeit Mit-Initiatorin und heute Sponsoringpartnerin des größten bekannten reinen Mädchen-Sportereignisses, das seit 2010 jährlich stattfindet und mittlerweile bei Mädchen im Alter von 8 bis 16 Jahren immer beliebter wird.

Im Herbst waren die Teilnahmeplätze bereits drei Wochen nach Anmeldebeginn ausgebucht, mehr als 1000 Interessierte wollten mitmachen. Damit ist eine wichtige Etappe des Gesamtziels erreicht: Jungen Mädchen den Zugang zu Deutschlands beliebtestem Sport zu ermöglichen sowie ehrlichen Wettkampf und Gemeinschaftsgefühl zu fördern. Dabei wurden die jungen Damen betreut und angeleitet von Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt und der Nationalelf, diesmal unter anderem von Steffi Jones. Weitere hochkarätige Gäste waren neben Schirmherrin Silvia Neid auch die ehemalige zweifache Weltmeisterin Renate Lingor sowie die Spielerinnen des 1. FFC Frankfurt Sandra Smisek und Desirée Schumann.

Ausschau nach neue Talenten

Die Fußball-Fachfrauen schauten auch schon mal nach neuen Talenten, während auf fünf Plätzen rund um die Commerzbank-Arena Schnelligkeit, Koordination, Treffsicherheit, Zweikampf, Technik, Geschicklichkeit und Zusammenspiel geübt wurden. Die Teilnahme am Stationswettbewerb, einem Turnier sowie das Rahmenprogramm mit Ballkünstlern, Tanz, Musik und Gesprächen wurde den Akteurinnen, Begleitern und Besuchern bei freiem Eintritt geboten. Louise Hansen, früher dänische Nationalspielerin und Mannschaftsmitglied des 1. FFC, freute sich über den Erfolg dieses Tages, denkt aber schon – gemeinsam mit ihren Partnern Commerzbank, Stadtwerke Frankfurt und VGF – darüber nach, ob und wie zukünftig noch mehr Mädchen teilnehmen können, zum Beispiel durch Hinzunahme von weiteren Flächen oder die Erweiterung des Zeitrahmens auf zwei Tage.

Noch ist nichts spruchreif, doch das Projekt „Girls wanted“ bietet in Frankfurt während des ganzen Jahres verschiedene Veranstaltungsformate in den Stadtteilen, an Schulen und als Teil des Ferienprogramms an. Mehr dazu vermittelt die Internetseite www.girlswanted-soccer.de. ucw

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