TV Groß-Umstadt testet gegen Rhein-Neckar Löwen

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Beim „Weinsel-Turnier“ gab es Anfang August den direkten Vergleich zwischen dem TV Groß-Umstadt (schwarz) und der HSG Rodgau Nieder-Roden. Die Rodgauer siegten mit 33:32. Hier setzt sich Groß-Umstadts Maximilian Brunner gegen die HSG-Abwehr durch und kommt zum Wurf.

Groß-Umstadt – Noch einmal gegen die Rhein-Neckar Löwen genießen, dann geht´s in die Pflichtspiele für den TV Groß-Umstadt in der dritten Handball Liga. Das gilt auch für die HSG Rodgau Nieder-Roden, die die Runde allerdings sorgenfreier angehen. Von Jens Dörr

Gilt Serienmeister THW Kiel als das „Bayern München des Handballs“, dann sind die Rhein-Neckar Löwen so etwas wie das „Borussia Dortmund“. Die einstige SG Kronau/Östringen, die seit 2007 den neuen Namen trägt und ihre Heimspiele in der Mannheimer SAP-Arena austrägt, etablierten sich zuletzt als zweite Kraft im deutschen Handball und wurden in der Vorsaison Vizemeister. Kommenden Donnerstag (19 Uhr) gastieren die Rhein-Neckar Löwen in der Groß-Umstädter Heinrich-Klein-Halle. Das Testspiel ist für den heimischen TV Groß-Umstadt die Generalprobe für die am Sonntag (30. August) mit dem Heimspiel gegen Bad Blankenburg startende Drittliga-Saison. In die geht - mit weniger Sorgen - auch die HSG Rodgau Nieder-Roden. Die Groß-Umstädter dürfen gegen große Namen des deutschen und europäischen Handballs, zum Beispiel Kapitän und Nationalmannschafts-Linksaußen Uwe Gensheimer sowie den spanischen Kreisläufer Gedeón Guardiola, noch einmal genießen.

70 Sponsoren stehen hinter dem Verein

Danach steht die Pflicht in Liga drei an und die wird auch beim Minimalziel Klassenerhalt nicht leicht zu erreichen sein. TVG-Abteilungsleiter Holger Zindt vermeldete zwar zwei neue Sponsoren für die neue Runde und stellte die Verpflichtung eines weiteren Rückraumspielers in Aussicht, dennoch gehört der Klub von der Weininsel einmal mehr zu den kleinen Lichtern in der immer professionelleren Handball-Drittklassigkeit. Dass es dem Kader von Trainer Tim Beckmann, in dem in der Vorbereitung Torwart Thomas Bolling sowie David Acic ausfielen, vor allem an Breite fehlt und in der zweiten Reihe überwiegend Talente stehen, die noch ihre Zeit brauchen, verdeutlichten die mäßigen Auftritte beim eigenen „Weininsel-Turnier“. Immerhin gefielen neben Dauerbrenner Florian See – im Rückraum auch Markus Eisenträger und vor allem Fabian Kraft. Am Kreis deutete Maximilian Brunner an, in der neuen Saison ein Torgarant werden zu können. Besser sind die nahen Perspektiven da bei der HSG Rodgau Nieder-Roden, die schon in der Vorsaison zum Spitzenkreis der 3. Liga zählte.

HSG startet die Saison in Leipzig

Zwar schied man am vergangenen Wochenende nach enttäuschender Leistung im DHB-Pokal gegen Ligakonkurrent TV Hüttenberg in Runde eins aus. Mit großer personeller Konstanz im Kader und 70 Sponsoren im Rücken kann Coach Alexander Hauptmann dennoch von einer sorgenfreien Runde ausgehen. Die Regie der Rodgauer gibt einen einstelligen Platz als Ziel aus. Mithelfen, diesen zu erreichen, soll auch Zugang Björn Christoffel. Ein Fragezeichen bleibt hinter den schon lange verletzten Stefan Seitel und Christian Weis. Die HSG startet am 30. August mit einem Auswärtsspiel in Leipzig und feiert ihre Heimpremiere am 4. September (20 Uhr) gegen Baunatal.

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