Gras fressen für die lang ersehnte Meisterschaft

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So sieht Zuversicht aus: FFC-Trainer Sven Kahlert (von links), Fatmire Bajramaj, Sandrine Bretigny, Nadine Angerer, Kim Kulig und Siegfried Dietrich.

Frankfurt – Die Mannschaft des 1. FFC Frankfurt ist geradezu gierig auf die neue Saison. Niemand will wieder so eine Pleitensaison wie vergangenes Jahr erleben. „Wir waren zwar erfolgreich, aber wir haben keine Titel gewonnen“, sagt Siegfried Dietrich.

Der Manager des FFC Frankfurt will nicht mehr zurückschauen, obwohl es sicherlich nicht ganz einfach ist. In nur zwei Wochen verpassten die Spielerinnen des FFC die Meisterschaft und scheiterten im DFB-Pokal-Endspiel sowie im Finale der Champions League.

Luxuriöser Kader

Der Blick der Mannschaft ist wieder nach vorn gerichtet. Deshalb wurde kräftig auf dem Transfermarkt eingekauft. Der ohnehin schon luxuriös besetzte Kader wurde um einige namhafte und vielversprechende Spielerinnen ergänzt. Mittlerweise spielen zehn deutsche Nationalspielerinnen am Main. Darunter die 51-fache Nationalspielerin Simone Laudehr und als Verstärkung für die Offensive, die Vollblut-Stürmerin vom amtierenden Champions-League-Sieger Olympique Lyon Sandrine Bretigny. Dazu wurde die Qualität der Hintermannschaft mit Babett Peter und Bianca Schmidt vom Erzrivalen Turbine Potsdam entscheidend erhöht.

Außerdem haben sich Nadine Angerer und Kim Kulig rechtzeitig fit gemeldet. Gerade Kulig brennt nach ihrem Kreuzbandriss auf ihr Comeback, auch wenn sie ihr Knie noch nicht voll belasten kann. Vor allem von der guten Stimmung im Team während der Vorbereitung sind die Spielerinnen angetan: „Abgesehen von der riesigen Vorfreude herrscht ein guter Charakter in dieser Mannschaft“, sagt Angerer. Ähnlich sieht es FFC-Trainer Sven Kahlert: „Die Neuverpflichtung haben voll eingeschlagen. Nicht nur spielerisch, sondern auch menschlich.“

Meisterschaft als Saisonziel

Bei all den klangvollen Namen macht der Vereinsvorsitzende Bodo Adler keinen Hehl aus den Erwartungen an seine Mannschaft: „Ich erwarte die Meisterschaft. Mit diesem Kader kann man einfach kein anderes Ziel erreichen.“ Das sieht Manager Dietrich genauso: „Für eine Mannschaft auf diesem Niveau ist es die Höchststrafe, nicht in der Champions-League zu spielen. Deshalb werden die Spielerinnen von der ersten bis zur letzten Minute Gras fressen, um wieder dorthin zu kommen.“

Trainer Kahlert hat vor allem den ersten Gegner Jena am Sonntag im Blick (Anstoß elf Uhr im Stadion am Brentanobad): „Ich bin auf jeden Fall zuversichtlich, dass wir als Sieger vom Platz gehen werden. Die Mannschaft besitzt jetzt so viele verschiedene Spielertypen, dass man auf jeden Gegner besser reagieren kann.“

Trotz aller Aufmerksamkeit für den neuen FFC Frankfurt, kam auch die Verpflichtung von Celia Okoyino da Mbabi zur Sprache. „Darüber denken wir derzeit nicht nicht nach“, sagt Dietrich: „Vielleicht klopft sie ja mal von selbst bei uns an.“ db

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