Frankfurter Hürdenläuferin auf der Erfolgsspur 

Gesa Felicitas Krause will ins WM-Finale

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Nach Gold bei der U23-Europameisterschaft will Gesa Felicitas Krause bei der WM in Moskau mindestens ins Finale.

Frankfurt – Sie ist Deutschlands Stern am Himmel des Hindernislaufs: Gesa Felicitas Krause von der LG Eintracht Frankfurt . Nach ihrer sensationellen Gold-Medaille bei der U23-EM in Finnland blickt die 20-Jährige aufs nächste Großereignis – die Weltmeisterschaft in Moskau. Von Dirk Beutel

Tampere war ein Meisterstück. Von der ersten Sekunde an setzte Gesa Felicitas Krause auf Tempo und vernichtete ihre Konkurrenz. Eine überragende Demonstration, zu welcher Leistung die Läuferin der LG Eintracht Frankfurt fähig ist. Anders kann man es kaum sagen, wenn man nach 3000 Metern mit elf Sekunden Vorsprung als Erste und mit einer Zeit von 9:38,91 Minuten ins Ziel geht. So schnell wie noch keine Nachwuchs-Titelträgerin vor ihr. Nach dem U20-Europameistertitel 2011 hat sich Krause damit ihre zweite Goldmedaille gesichert. Und dabei steht sie mit ihren 20 Jahren erst am Anfang ihrer Karriere.

Blick Richtung Moskau

Jetzt geht der Blick Richtung Moskau, wo vom 10. bis 18. August im Olympiastadion Luschniki die 14. Leichtathletik-Weltmeisterschaften stattfinden werden. Aber auch bei den Erwachsenen will Krause klar zeigen, was sie kann: „Moskau ist mein zweites großes Ziel in diesem Jahr. Ich bin überglücklich, dass in Tampere alles so gelaufen ist, wie ich es und mein Trainer Wolfgang Heinig geplant hatten.“ Die Freude über den Erfolg ist jedoch zeitig dem angepeilten Ziel in Moskau gewichen: Finale. Um sich für dieses Ziel vorzubereiten, trainiert Krause drei Einheiten am Tag. Auch bei Temperaturen über 30 Grad: „Ich stehe früher auf und ziehe das Training vor. Aber ich merke die Belastung schon, vor allem wenn ich einen halben Liter Wasser einfach mal so abpumpe.“

Persönliche Bestzeit mit 9:23,52 Minuten

Nach ihrem Gold-Erfolg in Finnland sind auch die Erwartungen für Moskau gestiegen. Doch unter Zugzwang fühlt sich Krause nicht: „Ich kann damit umgehen. Alles was ich will, ist mich fürs Finale qualifizieren und dann das Feld von hinten aufräumen. Unter die besten acht zu kommen, wäre mein Traum.“ Wie bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Damals gelang ihr ihre persönliche Bestzeit mit 9:23,52 Minuten. Um aber um eine Medaille mitlaufen zu können, müsste die Frankfurterin noch um mindestens 15 Sekunden schneller werden.

Bewerbung bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr

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Neben den sportlichen Erfolgen hat sich Krause um ihre persönliche Zukunft gekümmert. An einer Privatschule in Bad Homburg studiert sie seit vergangenem Jahr Marketing und Event-Management. Aber der Sport lässt ihr dazu kaum die Zeit: „Ich habe sehr viel Stoff verpasst, auch die Klausuren.“ Doch was für die 20-Jährige zählt ist der Sport, dem sie alles unterordnet. Und um den weiter machen zu können, will sie in die Sportfördergruppe der Bundeswehr . „Ich bin optimistisch, dass das klappt. Das Bewerbungsgespräch ist gut verlaufen und meine vergangenen sportlichen Erfolge haben sicher nicht geschadet.“ Ganz gleich also, wie Krause in Moskau abschneidet, wartet danach mit hoher Wahrscheinlichkeit die Grundausbildung bei der Bundeswehr auf sie.

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