Auf der Zielgeraden der Seuchensaison

Gegen Mainz hat Eintracht Frankfurt nur Chancen als Außenseiter

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Eintracht Frankfurts Youngster Sonny Kittel und seine Kollegen geben zumindest im Training unter der Woche ordentlich Gas.

Frankfurt –Jetzt zählen für Eintracht Frankfurt nur noch Siege. Im Rhein-Main-Derby heute gegen Mainz um 17.30 Uhr ist bei einer Niederlage fast alles vorbei oder es folgt der Start für ein benötigtes neues Wunder. Von Oliver Haas

Vor dreizehn Jahren gab es mit dem legendären 6:3 über Reutlingen das letzte Wunder für die Eintracht. Damals ging es um den Aufstieg. Mainz wurde in allerletzter Sekunde der erste Bundesligaaufstieg brutal durch den Kopfball vom Alex Schur weg geschnappt. Eben diese Mainzer könnten der Frankfurter Eintracht nun den letzten Schubs in die erneute Zweitklassigkeit geben. Die SGE-Fans haben indes den Hauptschuldigen für den fußballerischen Untergang ausgemacht: Ex-Trainer Armin Veh. Der EXTRA TIPP hatte auf seiner Internetseite gefragt, was denn der Grund für das Desaster ist. Über 45 Prozent der gut tausend Teilnehmer sehen den Ex-Trainer als Hauptschuldigen. Und auch die zu späte Trennung vom Augsburger sei für fast 30 Prozent ausschlaggebend gewesen.

Bruchhagen sieht keine Katastrophe

Der am Ende der SGE-Seuchensaison ausscheidende Aufsichtsratvorsitzende Heribert Bruchhagen klingt jedenfalls nicht sehr optimistisch: „Wir haben eine Außenseiterchance auf den Klassenerhalt“, sagte der 67-Jährige in einem Interview. Alle bedrohten Vereine würden nicht die volle Punktzahl in den vier noch ausstehenden Spielen erreichen. „Sollten wir alle gewinnen, dann schaffen wir den Klassenerhalt.“ Den erneuten Gang in die Zweitklassigkeit sieht der scheidende Vorstandschef nicht als Katastrophe. „Ich gehe sicherlich nicht ein Lied pfeifend aus meinem Büro heraus. Wer sich entscheidet, im Bundesligageschäft tätig zu sein, der muss mit schweren Rückschlägen rechnen“, betonte Bruchhagen. Der Wiederaufstieg würde nicht einfach. „Aber ich traue das der Eintracht zu. Und meinem Nachfolger.“

Kovac ist der Derby-Reiz egal

Und Eintracht-Trainer Niko Kovac sieht im Derby gegen Mainz 05 keinen zusätzlichen Reiz darin, dass es eine Partie gegen eine Stadt aus der unmittelbaren Umgebung ist. „Dass es ein Derby ist, interessiert mich wenig. Das müssen wir außen vorlassen“, sagte Kovac am Freitag. „Es ist ein normales Bundesligaspiel, das wir gewinnen müssen.“ Die Heimbilanz der SGE lässt zumindest darauf vage hoffen, dass dies auch gelingt. Gegen die Rheinhessen verloren die Hessen nur eines ihrer insgesamt zwölf Heimsspiele. Dabei helfen können wieder Marco Russ, Carlos Zambrano und Marc Stendera, die ihre Verletzungen auskuriert haben.

Fotos: Die schlimmsten Verletzungen von Eintracht-Ass Alexander Meier

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