Rückrundenstart gegen den FC Homburg

Jetzt sind die Offenbacher Kickers die Gejagten

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Jetzt nicht ins Straucheln kommen: So wie Saarbrückens Christian Sauter  bei Offenbachs Christian Cappek  (rechts) auf Tuchfühlung geht, kämpfen neben dem OFC noch Saarbrücken und Elversberg um den Aufstieg.

Offenbach - Die Offenbacher Kickers  gehen als Tabellenführer der Regionalliga Südwest in die Rückrunde. Auch wenn das Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach  momentan viel Aufmerksamkeit erregt, liegt der Fokus klar auf der Liga. Von Peppi Schmitt

Mit sechs Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten 1.FC Saarbrücken und acht auf den Tabellendritten SV Elversberg gehen die Offenbacher Kickers am nächsten Freitag ins neue Jahr der Regionalliga Süd. Der Kader der Offenbacher ist unverändert geblieben, nicht in erster Linie wegen der immer noch vorhandenen finanziellen Engpässe, vielmehr wegen der nachgewiesenen sportlichen Qualität des Kaders. „Wir vertrauen unseren Spielern total“, begründet Trainer Rico Schmitt  den Verzicht auf Neuzugänge.

Theodosiadis  bricht sich den Mittelfuß

Das ist sinnvoll, denn der OFC hat einen außergewöhnlich guten ersten Teil der Saison gespielt mit lediglich einer einzigen Niederlage. Die Konzentration lag also nicht auf neuen Spielern, sondern darauf, die aktuelle Mannschaft wieder in die gleiche Form zu bringen wie vor Weihnachten. Dafür haben die Offenbacher zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder ein Trainingslager bezogen. Im türkischen Belek herrschten beste Bedingungen. Manchmal konnten sich die Spieler bei frühlingshaften Temperaturen sogar fühlen wie zu Hause, wurden sie doch von 60 Fans an die türkische Riviera  begleitet. Freilich gab es auch eine bittere Nachricht zu verdauen. Denn schon am zweiten Tag des Trainingslagers hat sich Alexandros Theodosiadis  den rechten Mittelfuß gebrochen. Er wurde danach in Offenbach operiert und wird bis zum Ende der Saison ausfallen. Das ist ein schwerer Schlag für die Kickers, denn „Theo“ war einer der unumstrittenen Stammspieler, hat 17 von bisher 20 Saisonspielen bestritten. „Es hat uns schon die ganze Saison ausgezeichnet, dass wir mit Rückschlägen umgehen können“, sagt Trainer Schmitt gänzlich unbeeindruckt, „das wird uns auch diesmal wieder gelingen“.

Saarbrücken und Elversberg wollen auch aufsteigen

Kevin Wittke  wurde einige Male als Theodosiadis-Vertreter getestet, auch Dennis Schulte könnte eine Alternative sein. Schmitt mahnt bei allem Optimismus allerdings auch, den Vorsprung an der Tabellenspitze nicht über zu bewerten. Die Kickers  seien in den vergangenen 14 Spielen, zum ersten Mal am Freitag beim FC Homburg, die Gejagten. „Alle Klubs wollen den Tabellenführer schlagen“, sagt der erfahrene Offenbacher Trainer. Schon am ersten Spieltag nach der Pause könnten die Kickers aber schon eine Vorentscheidung in eigener Sache herbeiführen. Denn gewinnt der OFC auch in Homburg wird sich der Vorsprung auf jeden Fall vergrößern, spielen die beiden einzig verbliebenen Konkurrenten auf einer der ersten beiden Plätze, der 1.FC Saarbrücken und der SV Elversberg, doch direkt gegeneinander. Doch der Aufstiegskampf steht nicht alleine im Mittelpunkt des Interesses.

Der Schwerpunkt liegt klar auf der Liga

Denn da ist ja noch das Pokalspiel, das viel Aufmerksamkeit erregt, aber auch viel Konzentration erfordert. Am 4. März empfangen die Offenbacher im bereits ausverkauften Stadion am Bieberer Berg  Borussia Mönchengladbach im Achtelfinale des DFB-Pokals. „Das ist ein Bonusspiel für uns“, sagt der Trainer, „der Schwerpunkt liegt ganz klar auf der Liga.“ Die Kickers wollen unbedingt die Aufstiegsspiele am Ende der Saison erreichen. Dann würde es in zwei Spielen gegen einen der Meister aus dem Norden (aktuell HSV II, Werder Bremen II oder VfL Wolfsburg II), Nordosten (FSV Zwickau, Wacker Nordhausen oder 1.FC Magdeburg), Westen (Alemannia Aachen, Rot-Weiß Essen oder Borussia Mönchengladbach II) oder Süden (Würzburger Kickers oder 1860 München II) um den Aufstieg in die Dritte Liga gehen. „Wenn wir die Play-Offs erzeichen, wäre das das Größte“, sagt der Trainer. Keine Frage, dieses Ziel ist nah.

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