Morgen geht’s um 18 Uhr gegen Fortuna Düsseldorf

Geflasht vom Zauberfußball

Ausgelassene Freude: Die Spieler jubeln nach dem Sieg. Foto: Hübner

In der vergangenen Saison gab’s viele magische Nächte in der Commerzbank Arena. Beim 3:0 im Play-off-Spiel zur Europa League gab’s aber die wohl magischste Nacht überhaupt. Die Eintracht verzauberte ihre Fans. Von Manfred Schäfer

Frankfurt – Was für ein Spektakel! Erst die unberechtigte Rote Karte für Ante Rebic, dann Zauberfußball. Die Eintracht begeisterte die 47.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena. Die gaben alles, um ihre Mannschaft zum Sieg zu schreien.

Neuzugang Dominik Kohr: „Die Fans haben von der ersten Minute an den Gegner, glaube ich, beängstigt und wir haben dran geglaubt, dass wir es schaffen. Dann kam noch die Rote Karte für Ante dazu, aber das hat uns gar nicht aus dem Spiel gebracht. Wir haben weiter Vollgas gegeben.“

Auch Marketing-Vorstand Axel Hellmann war von den Fans begeistert: „Man hat gesehen, wie eine Mannschaft durch ein Stadion und durch die Fans Spiele gewinnen kann. Ich glaube nicht, dass es irgendein Stadion in Europa gibt, dass so eine Wucht entwickeln kann. Das ist schon außerordentlich. Man muss ja auch sehen, wir befinden uns Ende August nicht im Mai, also in einer Phase, wo so ein Pegel schon nach oben gegangen ist. Für solche Spiele in solcher Atmosphäre lebst du. Es war ein Spektakel, aber es war auch ein Drama. Das ist einmalig, was wir da auf den Platz bringen.“ Zur Roten Karte von Rebic sagt er: „Ich habe es ein paar Mal im Fernsehen gesehen. Für mich war es keine Rote Karte, aber auch die des Franzosen bei Dominik Kohr nicht. Es hat aber zur Halbzeit zur Eskalation geführt. Da hat nicht mehr viel gefehlt. Ich war schon auf dem Sprung in den Hintertorbereich. Die Pause kam zum rechten Zeitpunkt.“

Natürlich freut sich Hellmann auf zusätzliche Einnahmen durch die Europa League: „Das Ganze hat natürlich ökonomische Auswirkungen. Aber man merkt auch, dass die Mannschaft dadurch in einen anderen Flow kommt, als bei einem normalen Bundesligaspiel. Das ist ein entscheidender Punkt für die ganze Saison.“

Natürlich war Trainer Adi Hütter nach dem Spiel total glücklich: „Ich bin immer noch sehr geflasht von diesem grandiosen Fußballabend. Wir haben das ganze letzte Jahr damit belohnt, wo wir eine gute Saison gespielt haben und am Ende fast noch rausgefallen wären. Heute kam alles zusammen, was zu einem Bombenfußballspiel gehört. Ich bin sehr stolz, ein Teil dieses Klubs zu sein.“ Auch der Trainer sah nach der Roten Karte von Rebic Gelb: „Da gehen einem einfach die Emotionen durch.“ Hütter lachend weiter: „Jetzt werde ich mir erst mal ein alkoholisches Kaltgetränk gönnen.“ Viel Zeit zum Feiern blieb allerdings nicht. Schon am Sonntag (18 Uhr, Commerzbank Arena) geht’s in der Bundesliga gegen Fortuna Düsseldorf. Da erinnert man sich gerne an das 7:1 vor knapp einem Jahr. Allerdings darf das nicht zu großer Euphorie führen. Drei Tage nach dem Knaller gegen Straßburg ist das keine leichte Aufgabe. Aber natürlich hat Eintracht die Favoritenrolle, auch wenn der fünffache Torschütze aus dem vergangenen Jahr, Luka Jovic, nicht mehr da ist.

Dafür wird ein Neuer stürmen: Bas Dost ist erstmals spielberechtigt und wird sicher neben Ante Rebic stürmen. Es könnte aber auch das letzte Spiel von Rebic für die Eintracht sein. Am Montag schließt die Transferliste. Sport-Vorstand Fredi Bobic hat bereits gesagt, dass es Anfragen für den Kroaten gibt. Es könnte aber Interessenten abschrecken, dass Rebic international jetzt erst mal gesperrt wird. Heißt: Er wird wohl in den beiden ersten Europa League Gruppenspielen nicht dabei sein, wenn er bleibt. In der Gruppenphase hat Eintracht tolle Gegner gezogen: Arsenal London, Standard Lüttich und Vitoria Guimaraes aus Portugal. Für die reisefreudigen Fans sind das sicher tolle Reisen.

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