Gas geben im Kleinformat

+
Hoffen auf viele Zuschauer: Vereinschef Holger Schramm (von links), Vereinsmeister Eric Spengler und Eric Conrad.

Rodgau - Sie dröhnen und riechen wie die großen. Doch die Miniflitzer sind wesentlich kleiner als die Rennautos in der Formel Eins. Dennoch düsen sie mit bis zu 70 Sachen über die Piste. Die verwandeln Eric Spengler und neun weitere Teams am kommenden Sonntag in einen Rennparcours. Von Andreas Einbock

Im Rodgaudrom direkt neben der Abfahrt Jügesheim herrscht derzeit Funkstille. Die Rennstrecke ist gesperrt. „Wir kämpfen momentan gegen den nassen Sommer“, sagt Holger Schramm. Der Vereinsvorsitzende des Rodgau Racing Club will fürs große 444-Runden-Rennen kein Risiko eingehen. „Die Strecke hat eine dicke Lehmdecke drunter, in der das Wasser schlecht versickert“, so Schramm.

Deshalb muss auch Vereinsmeister Eric Spengler derzeit auf Trainingsrunden auf der 240 Meter langen Strecke verzichten. Der 16-jährige Babenhäuser ist der schnellste Pilot im Verein und Fünfter in der hessischen Hobbyklasse. Schon in Bremen, Dresden und Fulda ist er bei Rennen mitgefahren. Ein zweiter Platz beim Hessencup war bisher sein größter Erfolg. Doch das soll sich ändern.

„Nächstes Jahr will ich richtig angreifen“, sagt Spengler und ergänzt: „Ich werde in die Expertklasse wechseln und mich für die deutsche Meisterschaft qualifizieren.“ Dann wird es noch mehr auf die feinen Einstellungen von Dämpferfedern und Reifen seines etwa 1000 Euro teuren und drei PS starken Flitzers ankommen. Der besteht neben Fahrwerk, Rädern, Motor, Tank, Auspuff und Luftfilter auch aus der RC-Box.„Das ist das Herzstück und steht für Radio Control“, erklärt Vereinschef Schramm. Über die Fernsteuerung in der Hand des Piloten setzt der kleine Kasten im Auto die Signale um. Auch Eric Conrad hat so eine Box. So professionell wie Spengler ist er aber nicht. Der 43-jährige Mühlheimer ist Späteinsteiger. „Ich bin vor kurzem vom Elektromotor auf den Verbrenner umgestiegen. Nun läuft er noch nicht so rund und setzt immer wieder aus“, sagt Conrad, den die Renn-Atmosphäre reizt: „Nächstes Jahr will ich unbedingt Wettkämpfe fahren.“Das Rennen findet am kommenden Sonntag, 11. September, von 13 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Infos gibt‘s unter www.racing-club-rodgau.de.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare